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Wermelskirchen: Bürger in Forthausen fordert Verkehrsspiegel

Verkehr in Wermelskirchen : Forthausener will zwei Verkehrsspiegel an der K16

Günter Hünninghaus schrieb unserer Redaktion von gefährlichen Situationen an der Hauptstraße in Forthausen. Er wünscht sich Verkehrsspiegel, das ganze Dort steht dabei hinter ihm. Was die Straßenbaubehörde dazu sagt.

Wenn Günter Hünninghaus von der Straße Forthausen im gleichnamigen Ort auf die Hauptstraße abbiegen will, ist er immer besonders vorsichtig. Denn er hat keinen genauen Einblick in die Hohe Straße. „Mit dem Auto fahrend ist weder zu sehen, wer auf dem Rad- oder Fußweg, noch wer auf der Hauptstraße kommt, ohne mit der Motorhaube schon fast auf der Straßenmitte zu sein“, schreibt der 77-Jährige unserer Redaktion per Mail. „Lebensgefährlich wird das, wenn ein Bus oder der Postwagen in Richtung Grünbäumchen steht und überholt wird, weil der Überholende direkt vor der Straßeneinmündung vorbei fährt.“

Hünninghaus müsse jedes Mal mindestens „einen bis eineinhalb Meter“ in die Hauptstraße hineinfahren, „um überhaupt etwas zu sehen“, sagt er. Und mit dem Problem ist er nicht alleine: Die Forthausener hätten sich letztens getroffen, um über das Problem zu sprechen. „Das ganze Dorf steht morgens an der Straße, jeder, der von Forthausen auf die Hauptstraße muss, kennt diese Gefahr“, sagt Hünninghaus. Ob ältere Personen oder Mütter mit Kinderwagen, viele der Anwohner müssten aus der Straße Forthausen in Höhe des Ketzberges auf die Hauptstraße hinausfahren.

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Aus diesem Grund fordert Hünninghaus zwei Verkehrsspiegel gegenüber der Ausfahrt auf die K16, sodass man in die Straße „nach oben und unten schauen kann“, sagt er. „Es muss ja nicht erst etwas passieren, damit ein solcher Spiegel aufgestellt werden kann. Wären da Spiegel, wäre es wirklich gut!“

Passiert ist auch bisher glücklicherweise noch nichts, wie Hünninghaus erzählt. „Dass es da noch nicht gekracht hat, ist echt ein Wunder!“ Zweimal sei es bei ihm beinahe zu einem Unfall gekommen, als ein Bus an der Hauptstraße entlanggefahren sei. „Man kann den nur hören, sonst hat man keine Chance“, sagt er. Auch die Gefahr, dass ein Fahrradfahrer vorbeifährt, den der Verkehrsteilnehmer nicht sieht, bestehe immer. „Der Fahrradweg wird an der Stelle sehr eng, man kann den Radweg nicht einsehen, weil da auch eine Hecke steht“, erzählt Hünninghaus weiter.

Vor ein paar Jahren hat der Anwohner Forthausens mal bei der Polizei wegen der gefährlichen Stelle an der Hauptstraße angerufen und von dem Problem berichtet. Harald Drescher, Leiter des Tiefbauamts Wermelskirchen, sagt dazu: „Es handelt sich bei der K16 um eine Kreisstraße, da ist dann entsprechend der Kreis für zuständig. An einer Kreuzung ist es aber eher unüblich, einen Spiegel aufzustellen“, meint er. Weiter führt er aus: „Noch dazu hat diese Kreisstraße keinen großen Verkehr, laut Verkehrskarte gehört die Kreisstraße nicht zu den stark befahrenen Straßen. An manchen Orten in Deutschland ist es auch leider so, dass es Straßen gibt, in die man sich reintasten muss, das ist nicht immer schön, aber oft nicht vermeidbar.“ Einige Ecken seien zwar mit Verkehrsspiegeln ausgestattet worden, ob das auch an der Ecke Forthausen / Hauptstraße der Fall sein wird, ist bisher noch nicht abzusehen.