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Wermelskirchen: Büfo fordert schnelles Konzept für Jugendtreff Dabringhausen

Antrag zum Dabringhausener Dorfpark vom Ausschuss nicht berücksichtigt : Büfo: schnelles Konzept für Jugendtreff

Fraktionsvorsitzender Oliver Platt erinnert an den Antrag für den JHA. Darin ging es auch um Aufklärung über Gefahren des Drogenkonsums.

Dringenden Handlungsbedarf in Sachen „Jugendtreff Dabringhausen“ sieht Oliver Platt, Fraktionsvorsitzender des Bürgerforums (Büfo). Er fordert erneut ein Konzept zur Hilfe und Aufklärung Jugendlicher in diesem Ortsteil. „Der Bürgermeister muss das zur Chefsache machen. Die Stadt ist in der Pflicht, und Bleek bekommt jede Unterstützung von uns “, sagt Platt.

Gleichzeitig erinnert er an den Antrag seiner Fraktion, der in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses (JHA)  im März dieses Jahres auf der Tagesordnung stand, in den Hauptausschuss verwiesen wurde, von der Verwaltung bearbeitet werden sollte und dann nach Angaben von Platt versickerte. Dass die Stadt nach den Vorfällen im Dorfpark und auf dem Friedhof mehr Kontrollen fordert, habe ihn wütend gemacht. „Die Probleme sind doch bekannt. Es hätte schon längst etwas geschehen müssen.“

Wie berichtet, gab es Fälle von Vandalismus und nächtlichen Ruhestörungen. Im Dorfpark hatten Jugendliche ein frisch aufgestelltes Verbotsschild beschmiert, ein zweites demontiert. Auf dem Friedhof hatten Jugendliche die Toiletten bekritzelt. Die Tags, das sind bestimmte, individuelle Schriftzüge der „Sprayer“, waren identisch mit denen, die im Dorfpark hinterlassen worden waren. Für solch ein rücksichtsloses Verhalten habe er kein Verständnis, hatte Bürgermeister Bleek daraufhin geäußert. Enttäuschend sei, dass die Eltern in den sozialen Medien Kritik als Meckerei bezeichnen, ihre Kinder in Schutz nehmen und die Missstände herunterspielen. Er hääte sich mehr Unterstützung der Erziehungsberechtigten gewünscht.

Oliver Platt will nicht erst auf die Einstellung des Streetworkers warten, der für die Jugemndlichen ein Ansprechpartner, eine Vertrauensperson und ein Vermittler sein soll. Er schlägt vor, dass sich Vertreter der Stadt mit dem Bürgermeister an der Spitze, Vereine, Polizei, Jugendliche und Eltern zu einem klärenden Gespräch zusammensetzen und über Lösungen diskutieren. Denn Vereinsvertreter berichteten von ihren Sorgen, dass Jugendliche bei ihren abendlichen Treffen in falsche Kreise geraten und so auch mit Drogen in Kontakt kommen. Denn nicht alle jungen Menschen, die sich in Dabringhausen treffen, seien aus dem Stadtteil.

In dem bereits gestellten Antrag für den JHA schlug das Bürgerforum vor, dass die Stadtverwaltung zwei potenzielle Flächen, die als Jugendtreff nutzbar sind, ermittelt und ein Konzept erarbeitet, wie dieser Aufenthaltsraum gestaltet werden könnte, damit die Sicherheit gewährleistet ist und die Lärmbelästigung minimiert wird. Als Begründung führt das Büfo an, dass viele Jugendliche keine adäquate Fläche für ihre Treffs finden. Wo sie sich treffen, litten Anwohner unter deren Lärm. Außerdem bestünde „die Gefahr eines vermehrten Rauschmittelkonsums“.

Eine Aufklärung über die Gefahren von Rauschmitteln  erfolge nicht. Eine Einflussnahme durch Stadtverwaltung, Ordnungsamt und Polizei sei schwierig, weil diese nicht entsprechend ausgebildet seien. Die Stadt solle zudem ein Konzept erarbeiten, für welche Aufgaben der Streetworker zuständig sein soll. Platt: „Aber auf den Streetworker können wir nicht warten, es muss vorher etwas geschehen.“