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Wermelskirchen: Brasshoppers bei Sommerserenade im Kirchhof

Sommerserenade im Kirchhof in Wermelskirchen : Ein Sommerabend mit den Brasshoppers

Unter freiem Himmel feierte die vierte Auflage der Sommerserenade einen Erfolg im Kirchhof. Die Brasshoppers Bigband begeisterte das Publikum.

Es endet mit einem kleinen Hüpfer. Ralf von Tegelen holt seine Musiker mit einer gekonnten Handbewegung zusammen, der letzte Ton klingt aus und der Dirigent der Brasshoppers Bigband hüpft energisch in die Luft. Während seine Musiker ein bisschen atemlos die Instrumente absetzen, landet von Tegelen wieder auf den Füßen.

Das Publikum jubelt und bedankt sich für rund 90 Minuten Feststimmung auf dem Kirchhof. Auch nach einem bunten Konzert wollen die Zuhörer die Brasshoppers nicht gehen lassen. „Wir haben nichts mehr“, sagt von Tegelen und erinnert an die vergangenen Monate, in denen die Brasshoppers vor den Computern miteinander probten. Pünktlich zum 30-jährigen Bestehen hat die Pandemie das Leben der Bigband auf den Kopf gestellt. Eines ist dann allerdings doch wie immer: der Jubel des Publikums.

Das Glück hat den Brasshoppers Samstagabend in die Karten gespielt: Zur vierten Sommerserenade, die die Kirchenmusik der Evangelischen Kirchengemeinde als Ersatz für das Zwölf-Stunden-Konzert ausrichtet, macht endlich der Sommer Station in Wermelskirchen. Das Konzert am Samstagabend kann unter freiem Himmel stattfinden. Und endlich kehrt diese besondere Sommerabendstimmung ein, die sich die Organisatoren für ihre Sommerserenaden gewünscht hatten. Die Kirchturmuhr schlägt, auf dem Grill brutzeln die Bratwürstchen und im Kirchhof harmonieren Gläserklingen und fröhliche Stimme – nächstes Wochenende ist übrigens Veronika Madler zu Gast.

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Das Publikum ist bereits am frühen Abend zur Stadtkirche gekommen, um vor dem Konzert noch der Ausstellung des Kunstvereins im Gemeindezentrum einen Besuch abzustatten und um endlich wieder ein bisschen Geselligkeit unter freiem Himmel genießen zu können. Als dann um 20.30 Uhr Jutta Benedix die Zuhörer begrüßte, waren bereits Stühle nachgebracht worden, die letzten Zaungäste hatten es sich stehend gemütlich gemacht, um Teil der Serenade zu werden.

Die begann mit Gershwins „A Foggy Day“ reichte über Kompositionen des Westdeutschen Rundfunks bis zu Rhythmen von Rob Pronk. Mal klangen die Brasshoppers nach jenem gemütlichen klassischen Jazz, der heiteres Fußwippen auslöst. Und dann wieder schien die Bigband vor Energie zu explodieren – etwa wenn sie zu Sambarhythmen anstimmte und die Zuhörer gar nicht anders konnten, als tanzend einzustimmen in diesen besonderen Abend. Umso ausgefallener und extrovertierter die Stücke, desto größer der Jubel.

Und das Publikum geizte nicht mit Applaus – weder für das Zusammenspiel noch für die Solisten. Vom Saxophon bis zur Posaune, von Trompete und Klarinette bis zum Schlagzeug und den Tasten: Wenn sich die Solisten die Melodien zuwarfen, wenn ihre Instrumente miteinander zu sprechen schienen, dann jubelte das Publikum. Und am Ende, als von Tegelen längst wieder sicher auf seinen Füßen gelandet ist, will es gar nicht aufhören, Zugaben zu fordern.