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Wermelskirchen beteiligt sich an der „Earth Hour“-Aktion

Klimaschutz in Wermelskirchen : Wermelskirchen beteiligt sich an der „Earth Hour“-Aktion

Die Stadtverwaltung wird wohl nicht die Straßenbeleuchtung abschalten. Nur in den Bürgerhäusern wird kein Licht brennen. Die Teilnahme weiterer Gebäude wird geprüft.

„Licht aus. Klimaschutz an.“ Mit diesem Slogan wirbt die Umweltschutzorganisation für die „Earth Hour“, die in diesem Jahr am Samstag, 27. März, von 20.30 Uhr bis 21.30 Uhr Ortszeit auf der ganzen Welt begangen wird. Bei der größten weltweiten Klima- und Umweltschutzaktion werden überall für eine Stunde die Lichter ausgeschaltet, um Energie zu sparen. Auch die Stadt Wermelskirchen wird sich in diesem Jahr an der Aktion beteiligen, „um den Klimaschutz verstärkt in das Bewusstsein der Bürger zu rücken“, so Stefan Janosi, Fraktionsvorsitzender der Grünen, in seinem Antrag, der im Ausschuss für Umwelt und Bau angenommen wurde. Dass allerdings sämtliche öffentliche Beleuchtung abgeschaltet wird, um Aufmerksamkeit zu erregen, sei nicht möglich, stellte Thomas Marner, Technischer Beigeordneter, in der Ausschuss-Sitzung gleich klar. Wunsch der Grünen war, dass während der „Earth Hour“ die Straßenbeleuchtung in der Stadt komplett abgeschaltet wird, wo es gefahrlos möglich ist und auch öffentliche Gebäude weitestgehend im Dunkeln liegen. Die Stadtverwaltung prüft aktuell, inwiefern das für die Earth Hour 2021 möglich sein wird. Fest steht bisher, dass die Lichter an den Bürgerhäusern an der Eich abgeschaltet werden „und dann auch die ganze Nacht ausbleiben“, kündigt Marner an.

An der größten globalen Klimaschutzaktion kann jeder teilnehmen und am 27. März in der Stunde zwischen 20.30 und 21.30 Uhr Zuhause das Licht ausschalten. Wer Lust hat, kann auch Fotos vom Candlelight-Dinner und im Internet mit den Hashtags #LICHTAUS oder #EARTHHOUR posten, so die Anregung vom WWF.

Den Zusammenhang zwischen Licht ausschalten, um so Energie zu sparen, wollte AfD-Chef Karl Springer bereits in der Sitzung nicht sehen. Er forderte, dass das Licht auch an Gedenktagen an öffentlichen Gebäuden abgeschaltet wird. Einen entsprechenden Antrag zur „Stärkung der Gedenk- und Erinnerungskultur durch das Zeichen der Verdunkelung“ hat er in dieser Woche eingereicht, nennt als Beispiele den Volkstrauertag, Karfreitag und den 28. Dezember, den „Tag der unschuldigen Kinder“.

(kel)