Projekt des Kreises mit den Kommunen Bessere Angebote für pflegende Angehörige

Rhein-Berg · Im Zuge des Projekts „Wir kommen in Bewegung! Gesundheitsförderung für sorgende und pflegende Angehörige von Menschen mit gerontopsychiatrischem Krankheitsbild“ ruft der Kreis pflegende Angehörige auf, an einer Umfrage teilzunehmen.

Pflegende Angehörige haben eine besondere Belastung zu tragen. Für sie soll es Erleichterungen und Hilfestellungen geben.

Pflegende Angehörige haben eine besondere Belastung zu tragen. Für sie soll es Erleichterungen und Hilfestellungen geben.

Foto: Gabriel Werner/Gabriel, Werner

Die Versorgung erkrankter älterer Menschen birgt für pflegende Angehörige große Herausforderungen. Sie kann sowohl körperlich als auch emotional und psychisch belastend sein. Im Zuge des Projekts „Wir kommen in Bewegung! Gesundheitsförderung für sorgende und pflegende Angehörige von Menschen mit gerontopsychiatrischem Krankheitsbild“ ruft der Kreis pflegende Angehörige auf, an einer Umfrage teilzunehmen.

Ziel ist es, die Bedürfnisse pflegender Angehöriger zu ermitteln. Alle Aussagen und Einschätzungen helfen der Projektgruppe, ein Netz an bedarfsgerechten und präventiven Angeboten aufzubauen. Interessierte können online unter https://t1p.de/2k2m0 an der Befragung teilnehmen. Die Angaben werden anonym ausgewertet, es werden keine personenbezogenen Daten erhoben. Für das Projekt arbeitet der Kreis eng mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden zusammen. Den Anfang machten im November Wermelskirchen und Kürten. Der Kreis und die Kommunen luden alle bekannten Akteure aus Pflege, Sport, Gesundheitsförderung und Seniorenarbeit zu „Runden Tischen“ ein, um ins Gespräch zu kommen und Angebote zu erarbeiten. „Die Zielgruppe ist oft sehr belastet und hat besondere Bedürfnisse. Daher ist es sinnvoll, dass die verschiedenen Disziplinen zusammenarbeiten und die Angebotssituation gemeinsam betrachten“, sagt Annika Möller, bisherige Projektkoordinatorin im Amt für Soziales und Inklusion des Kreises.

Dem Aufruf folgten in Wermelskirchen und Kürten jeweils etwa 20 Personen. Neben den Mitgliedern der Projektgruppe – hierzu gehören unter anderem Mitarbeitende des Kreises, des Regionalbüros Alter, Pflege und Demenz Bergisches Land, des Kreissportbunds und des Kontaktbüros Pflegeselbsthilfe sowie der Pflegeberatung des Kreises – haben Akteure aus den Kommunalverwaltungen, den Sportvereinen, den ambulanten Pflegediensten, Tagespflegen, Wohlfahrtsverbänden und Betroffene selbst teilgenommen.

Samuel Lüdemann, der die Projektkoordination beim Kreis zum Jahreswechsel übernommen hat, fasst zusammen: „In beiden Veranstaltungen hat sich gezeigt: Die Sensibilisierung für das Thema und die Beschäftigung mit gesundheitsförderlichen Angeboten ist wichtig und stößt auf regen Anklang.“ Gemeinsam wurden erste Ideen entwickelt, die ab Februar ausgebaut werden. Ziel ist es, pflegende Angehörige mit präventiven und gesundheitsfördernden Angeboten wie Informationsveranstaltungen, Kursen, Netzwerken, Sport oder Resilienz-Trainings zu unterstützen. Mit bedarfsgerechten Angeboten sollen Überlastung und psychische sowie physische Beschwerden vorgebeugt und verbessert werden.

Der Kreis entwickelt mit den kreisangehörigen Kommunen und den dort eingebundenen Akteuren gezielt Angebote zur Prävention und Gesundheitsförderung für pflegende Angehörige von Menschen mit altersbedingten psychiatrischen Krankheiten. Er fungiert als Projektkoordinator unter Beteiligung eines Steuerungsgremiums, der örtlichen Netzwerke und diverser Kooperationspartner. Das Projekt läuft bis 29. Februar 2024.

Bei Fragen und weiteren Anregungen können sich Interessierte per E-Mail an Seniorenplanung@rbk-online.de wenden.

(ala)
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