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Wermelskirchen: Bergische Städte bei Hundesteuer im Mittelfeld

Keine Steuerbefreiung für Tierheim-Hunde : Wermelskirchen bei Hundesteuer im Mittelfeld

Wer in Lienen wohnt, kommt als Hundebesitzer günstig davon. Herrchen oder Frauchen zahlen in diesem Ort nur 24 Euro im Jahr an Hundesteuer, für den zweiten Hund werden aber schon je Tier 60, ab dem dritten 71 Euro fällig.

Am hundeunfreundlichsten ist die Stadt Hagen: Sie langt schon beim ersten Hund kräftig zu: 180 Euro kostet der Vierbeiner. Eher im Mittelfeld liegen Wermelskirchen (83), Radevormwald (80 Euro) und Hückeswagen (93), Remscheid füllt die Stadtkasse mit 132 Euro für den ersten Hund, wer sich drei Hunde leistet zahlt dann 198 pro Hund. Das geht aus einer Tabelle des Steuerzahlerbundes NRW hervor. Er hat in diesem Jahr erstmalig alle 396 Kommunen in NRW verglichen.

Wer seine Tierliebe zu einem so genannten gefährlichen Hund, das sind Hunde bestimmter Rassen, entdeckt hat, muss deutlich höhere Sätze bezahlen: 657 Euro sind es in Wermelskirchen und Radevormwald, Hückewagen hat 650 Euro festgesetzt. In Solingen steht auf dem Steuerbescheid 1200 Euro.

Heutzutage hat sich die Hundesteuer so etabliert, dass seit dem Jahr 2011 alle 396 Kommunen in NRW eine Hundesteuer erheben, so der Steuerzahlerbund. Bis zum Jahr 2010 war Hörstel über einen langen Zeitraum die einzige Kommune, die keine Hundesteuer erhoben hatte. „Heute ist die Hundesteuer eine Bagatellsteuer. Sie wird meist mit der Begrenzung der Zahl der Hunde im Gemeindegebiet erklärt.“

Eine Steuerbefreiung für Hunde, die aus einem Tierheim übernommen werden, wird von vielen Kommunen angeboten ‒ meist für ein Jahr. Wermelskirchen ist nicht darunter.