Wermelskirchen: Bereits 132 Anteile für Haus Eifgen-Genossenschaft verbindlich gezeichnet

Kulturinitiative Wermelskirchen lud zum dritten Infoveranstaltung ein : Haus Eifgen-Genossenschaft – 132 Anteile gezeichnet

Von „trockenen Tüchern“ spricht der Vorsitzende der Kulturinitiative Wermelskirchen (Kult-in-Wk), Michael Dierks, bei der vorläufig letzten von drei Informationsveranstaltungen zur Gründung der Genossenschaft (eG), die das Haus Eifgen kaufen und für den Betrieb an den Verein vermieten soll, noch nicht.

Dennoch: Die Vorzeichen stehen gut. Der Grund: Das Nahziel, das sich der achtköpfige Arbeitskreis zur Vorbereitung der Genossenschaftsgründung selbst gesteckt hat, ist fast erreicht. 132 Anteile sind verbindlich gezeichnet, 500 Euro pro Anteil auf das eigens dafür eingerichtete Konto eingezahlt. Nach dem Wunsch der eG-Gründer sollen es bis Ende März 200 sein. Obendrein kann sich der eingetragene Verein Kult-in-Wk inzwischen über eine Mitgliederzahl von 115 freuen.

Vor 50 Zuhörern erläuterte Michael Dierks das hinter dem Vorhaben steckende Zahlenwerk. Haus Eifgen-Besitzer Herbert Ante hat demnach einen Kaufpreis von 250.000 Euro angeboten, die Kulturschaffenden haben ein niedrigeres Gegengebot gemacht. „Irgendwo da treffen wir uns“, zeigt sich Dierks überzeugt und rechnet vor: „Sind 270 Anteile verbindlich gezeichnet haben wir mindestens 50 Prozent des Preises inklusive der Erwerbskosten beisammen. Der Restbetrag wird dann über eine Hypothek auf 15 Jahre finanziert.“

Den aktuellen Stand der Zeichnungen kommentierte Dierks: „Das ist schon mal sehr schön, da freue ich mich sehr darüber.“ Und die eG-Gründer sehen noch lange nicht das „Ende der Fahnenstange“, wie Dierks betonte: „Uns liegen weitere rund 100 Zusagen von Leuten vor, die bislang noch nicht verbindlich durch eine Einzahlung gezeichnet haben.“ Die würden jetzt nach und nach angesprochen, ob sie bei ihrer Zusage bleiben oder es sich anders überlegt haben. Entpuppen sich die Zusagen als „Trumpf“, knacken die „Kult-in-Wk“-Macher das 200er-Nahziel.

Michael Dierks unterstrich erneut, dass in dem Fall, dass die Genossenschaft nicht gegründet werden sollte, alle eingezahlten Gelder zurück gezahlt werden. Außerdem sei in der Satzung der geplanten Genossenschaft keine sogenannte „Nachschuss-Pflicht“ für die Mitglieder vorgesehen, womit de Genossenschaft ausschließlich mit ihrem Vermögen haftet. Aber, so Dierks: „Die Genossenschaft hat eine hohe Insolvenzresistenz, weil der Genossenschaftsverband vor der Gründung prüft und danach jährlich.“ Das sei nicht nur verpflichtend notwendig, sondern sehr hilfreich. „Unsere Unterlagen liegen jetzt der Kommission beim Genossenschaftsverband vor, die abschließend prüft. Sie sind versehen mit einem zustimmenden Vorprüfungsergebnis.“

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