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Wermelskirchen Bekannte Gesichter in neuen Rollen beim Stadtmarketingverein

Stadtmarketingverein in Wermelskirchen : Bekannte Gesichter in neuen Rollen

Der bisherige Geschäftsführer André Frowein übernimmt den Vorsitz beim Marketingverein „Wir in Wermelskirchen“ (WiW). Neue Geschäftsführerin wird Jasmin Riemann. Die Finanzen von WiW sind laut Schatzmeister Christian Potthoff „gesund“, wenngleich die Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen sinken.

Der angekündigte Wechsel im Stadtmarketingverein ist vollzogen: André Frowein übernimmt den Vorsitz bei „Wir in Wermelskirchen“ (WiW). Damit steht dem Marketingverein der bisherige Geschäftsführer vor. Diese operative Rolle besetzt in Zukunft die bisherige zweite Vorsitzende, Jasmin Riemann. Neu im Vorstand ist Inga Manderla als Schriftführerin, die dieses Amt von der nunmehr als zweite Vorsitzende gewählte Kirstin Wirtz übernimmt. Die Mitglieder, die die Jahresversammlung von WiW im Hotel „Zum Schwanen“ besuchten, votierte einstimmig für diese Besetzung der Posten im Führungsgremium, Gegenkandidaten zu den Vorschlägen vom Vorstand gab es keine. Lediglich eine Formsache ist damit die Besetzung von Jasmin Riemann als Geschäftsführerin: Diese Position wird satzungsgemäß vom geschäftsführenden Vorstand eingestellt.

Notwendig wurde der Ämter-Wechsel nach dem Rückzug von Dankmar Stolz. „Meine Ankündigung von 2019 ist zur festen Gewissheit gereift. Es gibt dafür nicht einen Grund, sondern 20 bis 30 Gründe“, sagte Dankmar Stolz, der vor 13 Jahren den Marketingverein als Gründungsmitglied mit aus der Taufe hob.

20 bis 30 Wochenstunden seien eher der Durchschnitt gewesen, um die Arbeit als WiW-Vorsitzender zu absolvieren, resümierte Dankmar Stolz: „Für mich ist es sinnvoll, Platz für eine Nachfolge zu schaffen.“ Als WiW-Vorsitzender habe er sich stets auf keine Seite gestellt. Er blickte aber aus: „Das mit meiner parteipolitischen Neutralität könnte sich in den nächsten Jahren mal ändern.“ Schatzmeister Christian Potthoff, dessen Amt im dreijährigen Turnus nicht zur Wahl stand, blickte unter dem Motto „Dank(i)“ mit einer Bilderschau auf die Amtszeit von Dankmar Stolz zurück, der erst zweiter Vorsitzender war und dann im Jahr 2014 den ersten Vorsitz übernahm. „Das waren bewegte und erfolgreiche Jahre“, attestierte Christian Potthoff.

Der Schatzmeister präsentierte den Wirtschaftsplan des Marketingsvereins unter dem Titel „WiW schafft Heimat“. Prämissen seien dabei die bestmögliche Unterstützung der aktuell 270 Mitglieder und die gesicherte Existenz des Vereins. Aufgrund der Corona-Pandemie fand die WiW-Jahreshauptversammlung nicht wie üblich im ersten Jahreshalbjahr statt. „Der Wirtschaftsplan ist eine Corona-Planung“, betonte Christian Potthoff, der demnach von Erträgen in Höhe von 179.800 Euro und Aufwendungen in Höhe von 179.700 Euro ausgeht.

Das aktuelle Geschäftsjahr sei inzwischen halb herum, meinte André Frowein; „Es ist nicht die Zeit, um großartige Versprechungen zu machen.“ Wie Christian Potthoff bilanzierte, habe allein der Gehaltsverzicht der Geschäftsstellen-Mitarbeiter zwischen Juni und September dem Verein 6000 Euro gespart. Der im Frühjahr vor dem Corona-Shutdown von einer außerordentlichen Mitgliederversammlung gefasste Beschluss, den Weihnachtsmarkt „Bergischen Weihnacht“ nicht mehr auszurichten, spare der Vereinskasse 18.000 Euro jährlich.
Die Zählscheinaktion zur Finanzierung der Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt und als Kauf-Anreiz im örtlichen Einzelhandel, werde angesichts Corona um ein weiteres Mal aufgewertet, sagte André Frowein: „Statt bisher zehn gibt es im 13. WiW-Geschäftsjahr 13 Hauptgewinne.“

Einen Nikolaus-Umzug im bisher bekannten Maßstab könne es unter Pandemie-Bedingungen in diesem Jahr nicht geben, blickte der neue WiW-Vorsitzende aus: „Wir bemühen uns aber um eine Alternative, wir arbeiten an Möglichkeiten.“ Genauso plane WiW auch in 2021 mit etablierten Veraanstaltungen wie „Das Fest“ (16. Mai) und dem verkaufsoffenen Sonntag zur Herbstkirmes (29. August): „Wir gehen erst ein Mal davon aus, dass die stattfinden können“. Gleiches gelte für die „Gesundheitstage“ im Bürgerzentrum. Diese stets gut besuchte Veranstaltung kalkuliert Christian Potthoff mit einem Überschuss von 5500 Euro im Wirtschaftsplan 2020/21 ein.