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Wermelskirchen Beim Fünf-Gänge-Menü den Mörder entlarven

Krimidinner im Evangelischen Gemeindezentrum Wermelskirchen : Beim Fünf-Gänge-Menü den Mörder entlarven

Jugendreferent Joe Momper lud zum Krimidinner ins Gemeindezentrum am Markt ein. Die Teilnehmer lassen schnell die Drehbücher links liegen, denn es gibt immer neue Details zum Mord.

Es duftet nach Herbstgemüse und überbackenem Hühnchen. Neben der festlich gedeckten Tafel erstreckt sich ein Antipasti-Buffet. Kerzenschein und Lichterketten, edles Porzellan und feines Glas sorgen für Feststimmung. „Aber wir lösen hier heute einen Mord“, sagt Joe Momper, Jugendreferent der Evangelischen Kirchengemeinde Wermelskirchen, und lacht gut gelaunt. Er hat zum Krimidinner eingeladen – und die jungen Erwachsenen, die an diesem Abend in verschiedene Rollen schlüpfen, haben nicht nur Hunger mitgebracht – sondern sind auch rätselfreudig. Bereits kurz nach Anmeldeschluss für den Krimiabend hat Momper kleine Drehbücher verschickt und die Teilnehmer über ihre Rollen informiert.

So nehmen an der feinen Tafel in der Jugendetage am Markt am Freitagabend ein französischer Weinbaron und seine Familie Platz, Jurist, Finanzexperte, EDV-Spezialist, Weinkönigin und natürlich die Kommissarin. Es gilt, den Mord des Gutbesitzers aufzuklären – und während sich die Teilnehmer durch fünf köstliche Gänge futtern, horchen sie sich aus.

Joe Momper hat bereits ein bisschen Erfahrung gesammelt als Ausrichter von Krimidinnern. An diesem Abend hat er kulinarische Unterstützung von seiner Frau bekommen, mit der er Antipasti- und Salatbuffet vorbereitet hat, eine Vorsuppe und die dampfende Hauptspeise: Kartoffeln aus dem Ofen mit Herbstgemüse und Hühnchen. Zum Nachtisch gibt es Eis und Obst – und hoffentlich die Lösung des Rätsels.

Während die Teilnehmer es sich schmecken lassen, kommen Sie ins Gespräch: Die Tafelgäste sind schnell in ihrem Element – die Jungs sind schon stilecht in Anzug und Krawatte zum Dinner gekommen, die Kommissarin übernimmt mit strengem Unterton die offiziellen Ermittlungen. Welche Informationen sie preisgeben dürfen, gibt ihnen das Drehbuch vor. Hier finden sie nicht nur die eigenen Geheimnisse, sondern auch die Hintergründe der Tat.

Beim ersten Gang stöbern die Teilnehmer noch in ihren Drehbüchern, machen sich mit der Geschichte und ihren Rollen vertraut und lösen sich schließlich immer mehr von den aufwändig vorbereiteten Heften. Wie nebenbei erfahren sie neue Details, die sie kurzerhand in ihren Drehbüchern vermerken – und dem Mörder so immer näher kommen. Wer am wenigsten Geheimnisse verrät, bekommt am Ende die meisten Punkte. Geselligkeit und gutes Essen gesellen sich beim Krimidinner zum Spiel: „Das macht den Reiz aus“, sagt der Jugendreferent – und die Teilnehmer geben ihm Recht.