Wermelskirchen: Beim Frauenfrühstück ging es um das Thema Identität

Bürgerzentrum in Wermelskirchen : Frauenfrühstück mit neuen Impulsen

Elena Schulte spricht vor etwa 200 Frauen im Bürgerzentrum über Identität. Die Veranstaltung soll künftig auch verstärkt jüngere Teilnehmerinnen ansprechen.

() Joela vom Stein ist zum ersten Mal zu Gast beim Frauenfrühstück. Die junge Frau, die im Alltag die freikirchliche Gemeinde „Treffpunkt Hoffnung“ besucht, hat gemeinsam mit Michele Frowein die musikalische Gestaltung des Vormittags übernommen. „So viele verschiedene Frauen bringen sich hier ein“, sagt sie, „mit viel Liebe zum Detail.“ Und damit hat sie gleich bei ihrem ersten Besuch das Erfolgsrezept des Frauenfrühstücks auf den Punkt gebracht.

Seit 34 Jahren laden Frauen aus ganz verschiedenen Gemeinden in Wermelskirchen regelmäßig zum Frühstücken und Begegnen ins Bürgerzentrum ein. Dann geben sie sich viele Mühe mit frischen Blumen, mit kleinen Lichtern und guten Botschaften, mit frischen Brötchen, Töpfen voller Quark und Marmelade, dampfendem Kaffee und dem Raum für Begegnung.

Wer am Samstag im Bürgerzentrum genau hinsieht, entdeckt noch  Spuren der Bauarbeiten nach dem Wasserschaden. Der Sonnenschutz ist noch nicht an die Fenster zurückgekehrt, hier und da sind noch Hinweisschilder und Abdeckungen zu sehen, und die Bühne ist noch deutlich kleiner als vor dem Wasserschaden. „Aber wir freuen uns sehr, dass wir als eine der ersten Veranstaltungen zurückkehren können“, sagt Christine vom Stein vom Mitarbeiterteam. Wieder sind viele Mitarbeiterinnen aus ganz verschiedenen Bereichen des Gemeindelebens im Einsatz. „Das ist eine riesige Bereicherung, zu diesem Team zu gehören“, sagt Christine vom Stein, „jeder ist hier wichtig.“ Und das gilt auch für die Besucherinnen. Sie sollen nicht nur die Möglichkeit haben, sich mal an den gedeckten Tisch zu setzen. „Wir wünschen uns auch, dass die Menschen Impulse mitnehmen für ihren Alltag“, erklärt Christine vom Stein. Fragen, Antworten und Gebete.

Dafür hat das Team des Frauenfrühstücks Elena Schulte eingeladen. „Ein junges Gesicht“, sagt Christine vom Stein. Bewusst habe man sich für die 37-Jährige entschieden, damit sich noch mehr junge Frauen eingeladen fühlen und dem Frühstück eine Zukunft geben. Elena Schulte hat ihr neues Buch im Gepäck: „Fräulein Wundervoll – Durch Gottes Liebe werden wie ich bin“. Sie stellt die Frage nach Identität und Lebenssinn. „Was macht mich aus? Wer bin ich? Nehmen Sie sich Zeit für diese Fragen“, fordert die gebürtige Solingerin die rund 200 Zuhörerinnen auf, „und verabschieden Sie sich von dem Wunsch, die Erwartungen der anderen zu erfüllen.“ Auf der Suche nach dem eigenen Ich sei es dienlich, den zu fragen, der den Menschen erschaffen habe. „Er hatte eine Idee für uns und hat einen Teil von sich selbst in uns gelegt“, erklärte Schulte, erinnerte an die biblische Geschichte um Abraham, Sarah und Hager und ermutigte die Zuhörerinnen, das weite Land vor ihnen selbst zu gestalten.

(resa)
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