Problem in Wermelskirchen Barrieren rund um die Kattwinkelschen Fabrik abbauen

Wermelskirchen · Vor der Stadtbücherei ist ein Behindertenparkplatz entstanden, hinter dem Gebäude soll es mehr Licht geben. Der Beirat für Menschen mit Behinderung will noch mehr.

Rund um die Katt soll es noch barrierefreier werden.

Rund um die Katt soll es noch barrierefreier werden.

Foto: Udo Teifel

Ob Kultur oder Literatur: Auch Menschen mit Behinderungen sollen barrierefrei die Angebote in der Kattwinkelschen Fabrik besuchen können. Das wünscht sich auch der Beirat für Menschen mit Behinderung. Schon im Jahr 2017 wies der Beirat deswegen die Stadt darauf hin, dass der Behindertenparkplatz vor der Stadtbücherei nicht gut zu nutzen sei. Rechts des Parkplatzes behindere Gestrüpp den Ausstieg, auf der anderen Seite würden Autos vom benachbarten Parkplatz den Bewegungsraum einschränken. „Einem Rollstuhlfahrer zum Beispiel war es dadurch gar nicht möglich, selbstständig ein- und auszusteigen“, sagt Petra Sprenger, Vorsitzende des Beirats.

Also beantragte der Beirat für Menschen mit Behinderung die Schaffung eines neuen Behindertenparkplatzes vor der Stadtbücherei – mit ausreichend Platz auf beiden Seiten. Dem Antrag kam die Stadt auch nach und asphaltierte einen neuen Parkplatz für Menschen mit Behinderung vor der Stadtbücherei. Auf der Beifahrerseite gibt es seit dem einen Streifen zum Ausstieg. „Und auf der Fahrerseite wurde nun auch endlich ein Poller installiert“, sagt Petra Sprenger, „damit kleinere Fahrzeuge den Raum nicht als Parkplatz nutzen.“

Zur Stadtbücherei kommen Rollstuhlfahrer aber immer noch nicht selbstständig: Denn zwischen dem Parkplatz und dem Ziel liegen Rasengittersteine. „Die können mit einem Rollstuhl selbstständig nicht bewältigt werden“, sagt Petra Sprenger. In der nächsten Sitzung des Beirats für Menschen mit Behinderung soll dieses Thema nun erneut auf die Tagesordnung, beschlossen die Beiratsmitglieder – um dann auch einen Beschluss fassen zu können und das letzte Kapitel der langen Geschichte ins Rollen zu bringen.

Handlungsbedarf gebe es auch auf der anderen Seite der Kattwinkelschen Fabrik, befanden die Mitglieder des Beirats. Dort fehle eine ausreichende Fußwegbeleuchtung: Zwar seien die Lampen erneuert worden, sagt Petra Sprenger. Aber es gebe einen Abschnitt zwischen Kattwinkelstraße und dem Abzweig an der Dörpfeldschule, der einem „schwarzen Loch“ gleiche. „Das lässt sich abends nur mit einer Taschenlampe meistern“, sagt Petra Sprenger. Die Verwaltung soll nun auf Wunsch des Beirats eine zusätzliche Beleuchtung in diesem Bereich prüfen und umsetzen.

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