Städtepartnerschaft mit Wermelskirchen Drei Azubis aus Forst zu Gast im Rathaus

Wermelskirchen · Seit Jahren gehört der Austausch zwischen den beiden Verwaltungen zur Städtepartnerschaft. Coronabedingt wurde er ausgesetzt, nun findet er zum zehnten Mal statt. Vor einigen Wochen besuchten drei Auszubildende aus Wermelskirchen die Stadt in Brandenburg.

 Anfang April reisten Auszubildende der Stadtverwaltung Wermelskirchen nach Forst. Dort wurden sie von Bürgermeisterin Simone Taubenek (l.) begrüßt.

Anfang April reisten Auszubildende der Stadtverwaltung Wermelskirchen nach Forst. Dort wurden sie von Bürgermeisterin Simone Taubenek (l.) begrüßt.

Foto: Stadt Forst

Seit einigen Jahren gehört zu der Städtepartnerschaft von Wermelskirchen und Forst in Brandenburg auch ein Azubi-Austausch. Für mehrere Tage fahren Auszubildende der jeweiligen Verwaltung aus der einen Stadt in die andere – und lernen dort nicht nur den unterschiedlichen Arbeitsalltag kennen, sondern auch die jeweilige Region. Das Ziel: Verwaltungskenntnisse untereinander austauschen und neue Kontakte knüpfen.

Fünf Jahre lang konnte das Angebot jedoch nicht stattfinden – zuvorderst coronabedingt. Bis 2019 nahmen regelmäßig Auszubildende an der Reise in die Partnerstadt teil, durch die Pandemie musste sie ausgesetzt werden. Daher ist die Freude der Beteiligten nun umso größer, dass der Austausch in diesem Frühjahr wieder anlief. Zuletzt haben drei Auszubildende der Wermelskirchener Verwaltung das Forster Rathaus besucht.

Ein straffes Programm hatten Isabella Seibel, Denijel Hiesdorf und Iven Hiesdorf aus Wermelskirchen bei ihrer Reise nach Forst vor wenigen Wochen. Neben Einsätzen in der Verwaltung erkundeten die drei Auszubildenden die touristischen, historischen und kulinarischen Highlights der Region: Sie besichtigten gemeinsam den ostdeutschen Rosengarten, besuchten das Brandenburgische Textilmuseum und unternahmen einen Ausflug nach Brody in Polen.

Der Austausch hat die drei Wermelskirchener begeistert. „Es war sehr spannend, hinter die Kulissen eines fremden Rathauses blicken zu können – und das sogar in einem anderen Bundesland. Wir sind herzlich aufgenommen worden und haben uns sehr wohlgefühlt“, sind sich alle drei einig. Die Forster Bürgermeisterin, Simone Taubenek, sagte: „Es war in den vergangenen Tagen sehr schön, dieses freundschaftliche Miteinander der Auszubildenden unserer beiden Städte mitzuerleben.“ Sie hoffe, dass der Kontakt zwischen den jungen Menschen auch über den dienstlichen Besuch hinweg bestehen bleibe.

Nun aber steht erst einmal der Besuch der Auszubildenden aus Forst in Wermelskirchen an. Am Sonntag, 21. April, werden Pia Kanig, Nancy Scheppan und Maximilien Peter erwartet. Sie bleiben bis Freitag, 26. April, der Aufenthalt ist eng getaktet: Verschiedene Sehenswürdigkeiten in und um Wermelskirchen herum werden erkundet, sie erhalten Einblicke in die Arbeit verschiedener Ämter der Wermelskirchener Stadtverwaltung. So sind morgens Termine im Jugendamt, Sozialamt, Tiefbauamt, Ordnungsamt, Bauamt und im Personalbereich anvisiert. Nachmittags stellen die Auszubildenden der Stadt Wermelskirchen ein eigenes Programm für die Gäste auf die Beine.

Neben einer Stadtbesichtigung und einem Rundgang durch Feuerwache- und Rettungsdienst sowie den Betriebshof sind auch eine typische Kaffeetafel auf Schloss Burg sowie ein Outdoor-Escape-Game mit Schnitzeljagd und Stadtrallye in Köln geplant. Ein Grillabend findet bereits am ersten Tag statt. Da sollen die Auszubildenden, die für die Dauer ihres Aufenthalts privat bei Mitarbeitern der Verwaltung unterkommen werden, die Wermelskirchener Azubis kennenlernen und sich mit ihnen in entspannter Atmosphäre austauschen.

Im vergangenen Jahr war die Forster Bürgermeisterin zu den Feierlichkeiten des Jubiläums „150 Jahre Stadtrechte Wermelskirchen“ ins Bergische Land gereist. Bürgermeisterin Marion Lück wird nun mit ihren beiden Stellvertretern die Rosengarten-Festtage in Forst besuchen und will damit die Partnerschaft stärken. „Auf den Besuch freue ich mich sehr“, sagt Simone Taubenek. „Vielleicht gelingt es uns, bei Gesprächen Konzepte zu finden, um bereits bestehende sowie neue Beziehungen auf Verwaltungsebene aufzubauen – auch auf sportlicher und kultureller Ebene sowie in Bezug auf unsere Vereine.“

Die Partnerschaft mit der Stadt in Brandenburg gibt es übrigens seit 1990. Entstanden ist sie ursprünglich aus dem Kontakt zwischen den Evangelischen Kirchengemeinden in der Stadt in der Lausitz und dem Kirchenkreis Lennep.

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