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Wermelskirchen: Aus Eifgen-Stadion wird Dönges-Stadion

Sport in Wermelskirchen : Das Eifgen-Stadion hat jetzt einen Vornamen: Dönges

Die Geschäftsführer des neu in Wermelskirchen angesiedelten Unternehmens Thomas Pletsch und Ken Schmidt „tauften“ jetzt offiziell die Anlage.

Einen Vergleich mit VW zog Henning Weber vom SV 09/35-Förderverein bei der Einweihung des Eifgen-Stadions, das nunmehr das Dönges-Stadion ist: „Der lief und lief und wir wachsen und wachsen.“ Mit der Unterstützung der Nullneuner durch das Unternehmen, das gerade am „Autobahn-Ohr“ in Ostringhausen seinen neuen Firmensitz errichtet, hätten beide „Parteien mit Weitsicht“ gehandelt: „Dank Dönges und der Stadt haben wir diese wunderbare Sportanlage geschaffen – da sind wir stolz drauf.“

Das Schild über den Eingangstor zum Kunstrasen-Fußballplatz im Eifgen weist bereits seit Wochen den neuen Stadion-Namen aus. Für den offiziellen Anlass wurde es noch einmal mit Stoff verhangen – den zogen die beiden Dönges-Geschäftsführer Thomas Pletsch (auch Firmen-Inhaber) und Ken Schmidt symbolisch ab. „Zur Summe unseres Engagements für den SV 09/35 wollen wir zum jetzigen Zeitpunkt nichts sagen“, betonte Pletsch auf Nachfrage unserer Redaktion. Demnach besteht ein Vertrag über zwei Jahre, der sich automatisch um ein Jahr verlängert, wenn er nicht vor Ablauf einer Frist gekündigt wurde: „Unsere Idee ist auf jeden Fall eine Fortsetzung über zwei Jahre hinaus. Das soll eine dauerhafte Partnerschaft sein“, sagten Thomas Pletsch und Ken Schmidt: „Wir wollen unseren Bekanntheitsgrad steigern. Letztlich brauchen wir qualifizierte Mitarbeiter.“ Die Firma Dönges wolle sich in der Stadt engagieren, in der sie „so schön aufgenommen“ worden sei. Wie Thomas Pletsch erläuterte, hat Dönges derzeit 115 Mitarbeiter: „Am neuen Sitz in Wermelskirchen haben wir Platz für 150 – es ist also Wachstumspotenzial da.“

Wie Henning Weber berichtete, findet sich das Dönges-Logo nicht nur über dem Stadion-Tor, sondern genauso auf Trikots, T-Shirts und Trainingsanzügen wieder: „Bei Auswärtsspielen repräsentieren unsere Spieler das neu in Wermelskirchen angesiedelte Unternehmen über die Stadtgrenzen hinaus.“ Seinen Dank richtete er auch an die langjährige Null-Neun-Unterstützerin Anni Busch, die den Verein mit Dönges in Verbindung gebracht habe.

Laut Vertrag mit der Stadt muss der SV 09/35 jährlich 30.000 Euro an Unterhaltsaufwendungen leisten – obendrein brachte der Verein 50.000 Euro in den Bau der Anlage ein. Bisher seien die Nullneuner ihren Verpflichtungen nachgekommen, bestätigte Andreas Voß vom Amt für Jugend, Bildung und Sport gegenüber unserer Redaktion. Das Dönges-Sponsoring kommt komplett dem SV 09/35 zugute.