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Wermelskirchen: Aufführung zu "Die Welt, von der ich träume" in Sekundarschule

Theater-Projekt der Sekundarschule : Schüler träumen von besserer Welt

Die Theateraufführung von Schülern und Leseclub hinterfragt den menschlichen Umgang mit der Erde. Mit nur wenigen Requisiten präsentierten die Mädchen und Jungen ihre Version des Romans „Die Welt, von der ich träume“.

Ich träume von einer Welt, in der es keinen Krieg gibt, keinen Putin, keine Vergewaltigung. Es gibt nicht arm oder reich, nur Menschen.“ So beschreibt Ronja (11) ihren Traum von einer besseren Welt. Der Leseclub „Do it – read a book!” und die 6c der Sekundarschule Wermelskirchen präsentierten in der letzten Schulwoche eine szenische Darstellung zu Marie Pavlenkos Roman „Die Welt, von der ich träume“.

Das Buch, das in diesem Jahr für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert ist, beschreibt eine dystopische Zukunft, in der die Welt nur noch aus Wüste besteht und Bäume größtenteils ausgestorben sind. Was ein Wald ist, daran kann sich kaum noch jemand erinnern. Jäger suchen die wenigen überlebenden Bäume und fällen sie, um im Austausch für das Holz Lebensmittel zu erhalten. Ein Mädchen begibt sich heimlich auf die gefährliche Reise in die Wüste mit der Hoffnung, einen lebendigen Baum zu finden.

Nur mit einem Overheadprojektor, ein wenig Sand und wenigen weiteren Requisiten brachten die Kinder ihre Version des Romans auf die Bühne. Einstudiert wurde diese in Zusammenarbeit mit den Theaterpädagoginnen Birgit Mehrmann und Marie-Luise Dederichs. „Wir sind alle nachdenklich, aber begeistert von eurer Arbeit“, sagt Dorothée Coßmann, Geschäftsführerin der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland. Auf Initiative der Stadtsparkasse Wermelskirchen und des Direktors Rainer Jahnke war die Finanzierung dieses und vieler anderer Projekte durch die Stiftung möglich geworden. Im Rahmen der Aktion „Verwurzelt in Wermelskirchen“ pflanzt die Sparkasse für jeden Bürger einen Baum – insgesamt 35.000 neue Bäume sollen so in Wermelskirchen Wurzeln schlagen, einer davon im alten Schulgarten der Sekundarschule.

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„Wir müssen in den nächsten Jahren viel nachpflanzen“, sagte Bürgermeisterin Marion Lück. „Ich empfehle das Buch von Herzen weiter, es ist alterslos.“ Auch Schüler Leon (11) zeigte sich begeistert: „Ich habe das Buch gestern gelesen. Es hat mich so gefesselt, dass ich es in zwei Stunden gelesen haben“. Doch das ist nicht alles: „Ich stelle mir vor, dass, wenn wir mit der Klimaverschmutzung so weiter machen, unsere Welt in einigen Jahren auch nur noch Wüste ist. Wüste, Wüste, Wüste.“

„Mit Büchern blickt man weit über den Tellerrand“, sagt auch Marie-Louise Lichtenberg, Vorstandsmitglied im Arbeitskreis für Jugendliteratur und Gründerin des Leseclubs, in ihrer Ansprache und betonte so noch einmal die große Rolle, die Bücher und somit auch das Literanautenprojekt haben. Das Projekt des Arbeitskreises für Jugendliteratur (AKJ) ist ein bundesweites Leseförderungsprojekt von Jugendlichen für Jugendliche. Durch die erste Unterstützung der Sparkasse und die daraus entstehenden Literanauten Rheinland wurden für die nächsten fünf Jahre Gelder des Bundesfamilienministeriums und der Waldemar-Bonsels-Stiftung deutschlandweit genehmigt.