Fraktion entscheidet sich für Schulform und Standort Auch Büfo will eine Gesamtschule am Standort Weyersbusch

Wermelskirchen · Nach SPD, Grünen und FDP legt sich das Bürgerforum ebenfalls auf die Gesamtschule als Nachfolgeform der Sekundarschule fest. Obendrein wird die Stadtratsfraktion für den heutigen Sekundarschulstandort votieren.

 Oliver Platt, Fraktionsvorsitzender des Bürgerforums.

Oliver Platt, Fraktionsvorsitzender des Bürgerforums.

Foto: Moll, Jürgen (jumo)

Das Bürgerforum setzt auf eine Gesamtschule als weiterführende Schulform neben dem Gymnasium in Wermelskirchen. Damit legt sich die Büfo-Stadtratsfraktion genauso auf die Nachfolgeform für die Sekundarschule fest, wie es bereits SPD, Grüne und FDP getan haben (wir berichteten). Wie der Fraktionsvorsitzende Oliver Platt gemeinsam mit den Büfo-Mitglieder Karin Görne, Miriam Schöpp und Martina Wirker im Rahmen eines Online-Pressegesprächs mitteilte, legt sich die Fraktion auch auf den Standort fest: Die neue Gesamtschule soll am heutigen Sekundarschulstandort Wirtmühler Straße/Weyersbusch eingerichtet werden. Diesen Standort sieht auch die CDU für die neue Wermelskirchener Schule (wir berichteten), wenngleich sich die Christdemokraten bislang nicht für eine Schulform entschieden haben.

„Innerhalb unserer Fraktion gab es ähnlich wie bei der Elternbefragung ein Patt zwischen Real- und Gesamtschule“, berichtete Oliver Platt, aber: „Eine Realschule ist keine zukunftsorientierte Entscheidung, die Richtung muss die Gesamtschule sein.“ Martina Wirker erläuterte: „Wir möchten den Übergang von der Grundschule auf eine weiterführende Schule für die Eltern stressfreier machen als bisher. Das ist der erste Meilenstein für die schulische Laufbahn eines Kindes.“ Dazu ergänzte Karin Görne: „Die Eltern wollen Flexibilität für ihr Kind ab der fünften Klasse und die bietet die Gesamtschule.“

Wichtig wäre dem Büfo, dass es sich bei einer Gesamtschule am Weyersbusch nicht um eine „Kompromiss-Schule“ oder „Schule zweiter Klasse“ handele, betonte Büfo-Chef Oliver Platt: „Geld, was die Stadt im Vergleich zu einem Schulneubau an der Rot-Kreuz-Straße spart, muss in eine vernünftige Ausstattung gesteckt werden.“ Dazu gehörten nachhaltige Konzepte bei Bau und Umbau sowie im Schulbetrieb, fügte Miriam Schöpp an. Es dürfe keineswegs der „Sparfuchs hochgehalten“ werden, forderte Oliver Platt, denn: „Wir wollen eine hervorragende Gesamtschule, die nach oben blickt: Sie soll sich mit dem guten Ruf der Remscheider Sophie-Scholl-Gesamtschule messen können.“ Letztlich wären weder eine Realschule in Wermelskirchen noch das Fahren von Schülern zu Schulen in Nachbarstädten eine Alternative zur Gesamtschule. Und ein Schulneubau an der Rot-Kreuz-Straße „nicht bezahlbar“. Platt weiter: „Durch die allerorts schlechte Akzeptanz der Sekundarschule ist das Glas nun halb leer. Die neue Gesamtschule braucht gutes Marketing.“ Deshalb hoffe er auf eine Entscheidung mit großer politischer Mehrheit: „Die suchen wir jetzt gemeinsam.“