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Wermelskirchen: Auch Beirat fordert zweites Impfzentrum

Behinderte in Wermelskirchen : Auch Beirat fordert zweites Impfzentrum

Immer häufiger äußern Bürger mit Einschränkungen Bedenken am Impfzentrum in Bergisch Gladbach.

Ein leichterer Weg zur Corona-Schutzimpfung – und vor allem sollte dieser barrierefrei sein. Die Forderung von Wermelskirchens Bürgermeisterin Marion Lück, dass im Nordkreis ein zweites Impfzentrum oder zumindest dezentrale Impfstellen eingerichtet werden, findet im Beirat für Menschen mit Behinderung in Wermelskirchen volle Unterstützung. Zwar ist den Verantwortlichen bewusst, dass große Impfzentren eingerichtet werden, weil der Impfstoff gekühlt werden muss und möglichst viele Menschen in kurzer Zeit geimpft werden müssen. Aber an den Beirat wurden in den vergangenen Tagen auch immer wieder verschiedenste Bedenken von Bürgern mit Einschränkungen bezüglich des Impfzentrums in Bergisch-Gladbach herangetragen.

Zum einen machten sich viele Sorgen über die schlechte Erreichbarkeit für Wermelskirchener Bürger mit dem ÖPNV. Doch nicht nur die Entfernung nach Bergisch Gladbach sei ein Angstpunkt, sondern auch die Unsicherheit, wie Betroffene sich in einem solch großen Impfzentrum zurecht finden können. „Wir sind der festen Überzeugung, dass Menschen mit Einschränkungen Möglichkeiten angeboten werden müssen, sich barrierefrei impfen lassen zu können“, argumentiert der Beirat. „Dabei müssen mobilitätsbedingte Barrieren, aber auch psychische Barrieren und Unsicherheiten abgebaut werden. Um eine hohe Impfbereitschaft unter den Bürgern zu erreichen, dürfen Verunsicherungen und Ängste der Betroffenen nicht ignoriert werden, sondern es muss eine praktikable aber auch eine für Menschen mit Behinderung akzeptable Lösung gefunden werden“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Beirat für Menschen mit Behinderung unterstützt daher ausdrücklich den Vorschlag des CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Stefan Leßenich, Bürgermeisterin Marion Lück sowie den niedergelassenen Ärzten Dr. Hans-Christian Meyer, Harald Bergerhoff und Tobias Hopff, von kleineren dezentralen Impfstellen, solange eine Impfung gegen COVID-19 in Hausarztpraxen noch nicht möglich ist. Kleinere, dezentrale Impfstellen in barrierefreien Räumlichkeiten würden nicht nur die Wege verkürzen. Die Impfung in einer vertrauten Nachbarschaft schaffe für viele Menschen ein sicheres Gefühl. „Und das sollten alle Bürger, egal ob mit oder ohne Einschränkung, bei der Impfung haben“, formuliert Petra Sprenger, Vorsitzende des Beirats für Menschen mit Behinderung Wermelskirchen, den Wunsch.

(kel)