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Wermelskirchen: Abschied vom Rathaus mit Kölsch und lieben Gästen

Wermelskirchener Bürgermeister : Abschied vom Rathaus mit Kölsch und lieben Gästen

Seinen Abschied hätte Rainer Bleek gerne größer gefeiert, doch durch die Corona-Krise konnten nur die engsten Wegbegleiter dabei sein – unter anderem die Bürgermeister-Kollegen Dietmar Persian aus Hückeswagen und Stefan Caplan aus Burscheid.

Vergessen wird Noch-Bürgermeister Rainer Bleek seine Kollegen aus der Verwaltung und den umliegenden Rathäusern jedenfalls nicht. Auch, wenn er ab Montag nicht mehr im Amt ist, sondern dann einen neuen Lebensabschnitt beginnt: „Aber wenn es dann im Sommer draußen 30 Grad heiß ist und ich im Whirlpool sitze, werde ich an Sie denken und bedauern“, sagte er lachend in seiner letzten Rede im Ratssaal.

Seinen Abschied hätte er gerne größer gefeiert, beteuerte er, doch durch die Corona-Krise konnten nur die engsten Wegbegleiter dabei sein. Unter anderem kamen seine Bürgermeister-Kollegen Dietmar Persian aus Hückeswagen und Stefan Caplan aus Burscheid, denen er explizit für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren dankte und gleichzeitig nochmal darauf hinwies, wie wichtig interkommunale Zusammenarbeit auch in der Zukunft sein werde. Gemeinsame Radtouren, darauf bestand Bleek augenzwinkernd in seiner Rede, würde er aber künftig nur noch planen, wenn die Akkus an den Elektro-Fahrrädern auch halten würden, „damit ich nicht wieder die letzten fünf Kilometer bis zum Ziel so strampeln muss“.

Er verlasse das Rathaus hocherhobenen Hauptes und auch mit Freude, „weil ich jetzt mehr Zeit für meine Frau habe. Sie ist zwar noch im Schuldienst, aber ich habe ja ab sofort auch die Wochenenden frei, und das bedeutet, dass wir mehr miteinander unternehmen können.“

Einer der Punkte auf der To-Do-Liste von Ehepaar Bleek ist es, ein neues Familienmitglied zu adoptieren. „Wir haben schon Fotos von Hovawart-Welpen bekommen“, verrät Rainer Bleek. „Und ich sehe schon: Dann muss ich mit dem kleinen Hund in die Hundeschule“, sagt Ehefrau Alexandra. „Vielleicht gucken wir uns doch erstmal im Tierheim um.“ Vorher wird ihr Mann aber wohl nach seiner Ankündigung einen Whirlpool bauen müssen.

Thomas Marner, Technischer Beigeordneter, bedankte sich bei Bürgermeister Rainer Bleek für die gute Zusammenarbeit in den gemeinsamen Jahren in der Verwaltung und versprach schmunzeln: „Ab sofort müssen Sie meinen Reden nicht mehr zuhören.“ Mit einer kleinen Ausnahme, wie er gleich hinterherschob: „Wenn ich in den nächsten Monaten Anrufe bekomme und es heißt: ‚Das hat der Herr Bleek’ mir noch zugesagt’, dann werde ich Sie anrufen.“