1. NRW
  2. Städte
  3. Wermelskirchen

Wermelskirchen: „à la carte-Festival“ steigt auf dem Rhombus-Gelände

Veranstaltung in Wermelskirchen : Programm für „à la carte-Festival“ steht

Wer „Kunst, Kultur und Kulinarisch“ möchte, sollte sich schnell Tickets für das Festival sichern, das der Marketingverein coronasicher am letzten Oktober-Wochenende auf dem Rhombus-Gelände organisiert.

Im dichten Gedränge über die Telegrafenstraße zu bummeln, um wie in den vergangenen Jahren bei „Wermelskirchen à la carte“ zu schlemmen und neue Köstlichkeiten auszuprobieren, ist in diesem Jahr durch die Corona-Pandemie leider nicht möglich. Dafür hat der Marketingverein „Wir in Wermelskirchen“ (WiW) in akribischer Feinarbeit ein Hygienekonzept auf die Beine gestellt, damit die Wermelskirchener und auch Auswärtige mit einem sicheren Gefühl zumindest eine Traditionsveranstaltung in der Stadt genießen können.

Einfach spontan losmarschieren und „Kunst, Kultur und Kulinarisch“ erleben, funktioniert allerdings nicht am Samstag und Sonntag, 24. und 25. Oktober. Um die Corona-Schutzmaßnahmen und Abstandregelungen einhalten zu können, müssen Besucher des „à la carte-Festivals“, wie es liebevoll umgetauft wurde, Tickets unter www.bergisch-live.de für vier Euro pro Person vorbestellen. Dafür werden sie aber am Samstag im Mittelschiff des Rhombus-Geländes kulinarisch und musikalisch verwöhnt.

Das Bühnenprogramm für den Festival-Samstag steht bereits, kündigt WiW-Geschäftsführer André Frowein an: Den Start machen fröhlich-beschwingt um 15 Uhr die Grunewalder Musikfreunde. Ab 17 Uhr übernimmt das DJ Duo Tunesday, das erstklassigen Vinylsound mit Tanzgarantie verspricht. „Wer auf einen lauten Mix aus Indie, Rock und HipHop steht, ist hier an der richtigen Adresse“, so Frowein, und sollte für diesen Zeitabschnitt Tickets buchen. Zwei Stunden können sich die Besucher auf dem Gelände aufhalten, bevor gewechselt wird.

Dirk Trümmelmeyer, der „Lounge & Lifestyle Music“ verspricht, legt ab 19 Uhr los mit einem Mix aus Chillout Music, groovigen Sounds und einer facettenreichen Mischung aus Smooth Jazz für ein abgerundetes Programm zum Chillen und Tanzen. „Corners & Edges“ beenden den Festival-Abend von 21 bis 22.30 Uhr.

Auch für die Schlemmermeile, die um den gesamten Innenhof aufgebaut wird, damit in der Mitte des Platzes Sitzbank-Garnituren zum Verweilen einladen können, hat der Marketingverein bereits die Gastronomen beisammen. Der Ski-Club bietet vegane Crêpes an, vegan ist auch das Angebot von Café Tilley, das Canapés mit verschiedenen Brotaufstrichen serviert. Der Ziegenhof Deppe lockt mit Käse- und Fleischprodukten von Ziege und Schaf, beim Stand des Bergischen Löwen warten Tapas auf Spanien-Fans. Italien-Liebhaber sind bei ToscAnna mit köstlichen Nudelvariationen richtig. Die „schärfste Currywurst“, Pommes, Burger, Schnitzel und Frikadellen hat Currywurst ForEver im Angebot, Pulled Pork Burger werden von Müller’s Mahlzeit bereitet, und wer holländische Pommes mag, kommt am Stand von DS-Event Schäfer nicht vorbei. Nachtisch für Naschkatzen darf auch nicht fehlen. Deshalb verwöhnt die Naschbar mit Choco-Kebab, Cupcakes und Schokolade. Das Katt Birstro ist noch in der Planung für das Festival, aber Petite Minou haben Kaffee und Glühwein für die Gäste, und selbstverständlich gibt es mit Blick auf die Dellmannstraße auch Bier von Dellmann’s Bräu.

An beiden Wochenendtagen findet im Rahmen des „à la carte-Festivals“ auch die Jahresausstellung der Künstler des Wermelskirchener Kunstvereins statt. Unter dem Motto „Kunst in der Galvanik“ präsentieren 16 Künstlerinnen und Künstler ihre Bilder und Skulpturen in einer ganz besonderen „IndustrieRuinenAtmosphäre“ im alten Galvanik-Gebäudeteil der ehemaligen Fabrik. Zusätzlich zur der beliebten Herbstausstellung, die nicht wie üblich in den Bürgerhäusern stattfinden kann, sind Kunst- und Mitmachaktionen geplant wie Urban-Printing oder live Großformat-Zeichnen.

Ganz besonders werden sicherlich die Bilder von Dieter Klein. Der Fotograf reiste mehr als 60.000 Kilometer durch 39 amerikanische Staaten und fünf europäische Länder, um das ganz spezielle Foto zu schießen. Einige Werke des Projekts „Forest Punk“, das er gemeinsam mit dem Wermelskirchener Journalisten Christian Vogeler, entwickelte, wurden für „à la carte“ großformatig auf LKW-Planen gedruckt.