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Wermelskirchen: 20 Jahre Förderverein Freibad Dabringhausen​

20 Jahre Förderverein Freibad Dabringhausen : Freibad-Betrieb ist ohne Ehrenamt undenkbar

Der Förderverein des Waldbads Dabringhausen – das einzig verbliebene Freibad in Wermelskirchen – besteht seit zwei Jahrzehnten. Aktuell zählt er 365 Mitglieder.

Gäbe es den Förderverein nicht, wäre es im Freibad Dabringhausen längst still, die Becken blieben trocken. Vor 20 Jahren gründete sich der Förderverein des Waldbades an der Linnefe, um den Erhalt zu sichern. Das ist bis heute gelungen: Das Freibad ist das einzig verbliebene in Wermelskirchen.

Als sich der Förderverein Freibad Dabringhausen (FFD) im Januar 2002 gründete, war die Stadt Wermelskirchen noch Betreiber des Freibads. Um den Betrieb aufrecht erhalten zu können, war Unterstützung gefordert. Mitgliedsbeiträge, Sachleistungen und Spenden mussten her – und die kann und darf lediglich ein eingetragener Verein mit anerkannter Gemeinnützigkeit annehmen beziehungsweise steuerwirksame Spendenquittungen ausstellen.

Eine weitere Cäsur erlebte das Freibad Dabringhausen in 2013. Damals gründete sich der Schwimmverein (SVFD), der seither das im August 1935 eröffnete Traditionsbad als Betreiberverein führt. Dieses ehrenamtliche Arbeit leistet der SVFD im laufenden Jahr in der inzwischen zehnten Schwimmsaison.

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Der Förderverein wird seit 2019 von den beiden „Kurts“ – Kurt Genz und Kurt Burkert – als erster und zweiter Vorsitzender geleitet. Vorgänger am FFD-Ruder sind Franz Steuper, Andreas Wengler, Martina Djenati und Michael Unbehaun gewesen.

Durch das Engagement von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern mit mehr als 1000 Arbeitsstunden pro Schwimmsaison, die sich stets über die Wochen der Sommerschulferien erstreckt, konnten im Freibad in den vergangenen Jahren viele Maßnahmen zur Modernisierung und Attraktivitätssteigerung umgesetzt werden. Dazu gehören: Errichtung eines neuen Spielplatzes, Erneuerung des Planschbeckens für Kleinkinder, Umstellung von Gas- auf Biomasse-Heizanlage sowie zuletzt der Aufbau einer Photovoltaikanlage, mit der das Freibad mindestens tagsüber den eigenen Strombedarf decken kann.

Der Freibad-Förderverein hat aktuell 365 Mitglieder, zu denen über die Familienmitgliedschaften auch Kinder gehören. Erwachsene zahlen einen Beitrag von 24 Euro jährlich, Kinder sechs Euro. „Wir haben sogar Mitglieder in Sao Paulo in Brasilien. Die Familie sagt, dass sie dem Freibad treu bleiben will und irgendwann, wenn sie wieder im Bergischen lebt, bei uns zum Schwimmen kommen möchte“, sagt Kurt Genz: „So etwas ehrt unsere Arbeit, darauf sind wir stolz.“ FFD und SVFD legen Wert darauf, dass Waldbad als familienfreundliches Freibad zu gestalten, das für Enkel, Kinder, Mamas und Papas sowie Großeltern gleichermaßen attraktiv ist.