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Wermelskirchen 19.239 Bürger fahren 2020 den Wertstoffhof an

Entsorgung in Wermelskirchen : 19.239 Bürger fahren 2020 den Wertstoffhof an

Die Wermelskirchener haben den Wertstoffhof des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes (BAV) an der Albert-Einstein-Straße an den beiden angebotenen Öffnungstagen dienstags und donnerstags quasi überrannt.

Das belegen die Zahlen, die der BAV jetzt für das erste Jahr des kommunalen Wertstoffhofes unter seiner Regie für den Ausschuss für Umwelt und Bau zusammengestellt hat.

Zum 1. Januar 2020 hat der BAV den Wertstoffhof übernommen. Dort können seither kommunale Abfälle von privaten Haushalten in haushaltsüblichen Kleinmengen abgegeben werden. Auch Gelbe Säcke werden dort angenommen. Davor gab es eine Sammelstelle der Firma Reterra für Gewerbeabfälle – dort konnten Bürger täglich auch ihren Abfall abladen. Das ist seit dem 1. Januar 2020 nicht mehr möglich. Es gibt nur drei Öffnungstage: dienstags, donnerstags und samstags. Die Öffnungszeit beträgt 14 Stunden in der Woche.

Das hatte in den Anfangsmonaten zu Protesten geführt, zumal in der Zeit des ersten Lockdowns viel Grünschnitt anfiel und die Eigenheimbesitzer nur an diesen drei Tagen vorfahren konnten. Die Stadt hatte damals reagiert und eine Grünschnitt-Abladestelle am Freibad Dhünn eingerichtet. Gewerbetreibende indes können jeden Werktag ihren Gewerbemüll an der Albert-Einstein-Straße abgeben.

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19.239 Anlieferer zählte der BAV 2020 – allein an den Dienstagen und Donnerstagen waren es 13.596. Spitzenmonat war der Oktober mit 2163 Anlieferern - aber auch die Monate Juli (1115), August (1410), September (1644), November (2093) und Dezember (1754) waren gut. An den Samstagen kamen insgesamt 5643.

Die Abfallmenge von 1611 Tonnen, die am Wertstoffhof angeliefert wurden, teilt sich folgendermaßen auf: Grünabfall 680 Tonnen, Sperrmüll 287 Tonnen, Papier 105 Tonnen. E-Schrott 129 Tonnen, Bauabfälle 356 Tonnen, Holz 47 Tonnen, Reifen sieben Tonnen.

Der BAV zieht Vergleiche zu anderen Wertstoffhöfen mit Grünschnitt und Sperrmüll, wobei in Leichlingen, Hückeswagen und Burscheid/Leichlingen Sperrmüll bis drei Kubikmeter kostenfrei ist. In Wermelskirchen wird dafür ein pauschales Entgelt von zehn Euro erhoben.

In Wermelskirchen lieferten 19.239 Kunden 680 Tonnen Grünschnitt und 287 Tonnen Sperrmüll ab. In Leichlingen-Bremsen mit vier Öffnungstagen wurden 35.400 Kunden 2020 gezählt. Sie lieferten 450 Tonnen Grünschnitt und 870 Tonnen Sperrmüll ab. Hückeswagen/Radevormwald wurde von 25.500 Anlieferern angefahren. Sie brachten 450 Tonnen Grünschnitt und 870 Tonnen Sperrmüll. Der große Wertstoffhof in Burscheid-Hilgen war das Ziel von 32.000 Lieferanten im Berichtsjahr. Sie brachten 500 Tonnen Grünschnitt und 450 Tonnen Sperrmüll auf den Hof.