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Wermelskirchen 172 Stellen für 1067 Arbeitslose

Arbeitsmarkt in Wermelskirchen : 172 Stellen für 1067 Arbeitslose

Arbeitsmarkt: Die Kurzarbeit verhindert einen starken Anstieg. Für 30.690 Arbeitnehmer war im abgelaufenen Jahr kreisweit Kurzarbeitergeld beantragt worden. Die Quote im Juli lag bei 14,2 Prozent.

Auch wenn die Zahl der Menschen ohne Arbeit im Vergleich zum Vormonat von 1101 auf 1067 im Berichtsmonat Dezember gesunken ist – die Corona-Pandemie hat den Arbeitsmarkt in der Region maßgeblich beeinflusst. So ist in manchen Regionen die Zahl der Arbeitslosen gestiegen. Die Arbeitskräftenachfrage ist eingebrochen – um etwa 20 Prozent, berichtet die Agentur für Arbeit Bergische Gladbach in ihrer monatlichen Bilanz.

Firmen in Wermelskirchen suchten für 172 Stellen Arbeitskräfte. Sie stellten im Berichtsmonat 51 neue Stellen zur Verfügung, 47 wurden besetzt. Die Arbeitslosenquote im Stadtgebiet betrug 5,6. In den drei Städten Wermelskirchen, Leichlingen und Burscheid, zusammengefasst als Geschäftsstelle Wermelskirchen, sank die Arbeitslosigkeit um 44 auf 2492 Personen. Das waren 303 mehr als vor einem Jahr. 313 Personen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos; 357 Personen beendeten ihre Arbeitslosigkeit. Der Bestand an Arbeitsstellen in den drei Städten sank um zehn Stellen auf 409. Arbeitgeber meldeten im Dezember 130 neue Arbeitsstellen.

Kurzarbeit war 2020 ein großes Thema – durch die Inanspruchnahme durch die Unternehmen konnte, trotz zweier Lockdowns, ein starkes Steigen der Arbeitslosenzahlen verhindert werden. „Die Unternehmen waren und sind bemüht, ihre Fachkräfte zu halten“, heißt es im Arbeitsmarktbericht.

Im Zeitraum von 1. März bis einschließlich 28. Dezember wurden im Rheinisch-Bergischen Kreis insgesamt 3239 Anzeigen auf konjunkturelles Kurzarbeitergeld für 30.690 Personen gestellt – davon im Monat Dezember 190 Anzeigen mit 1487 Personen. Laut einer Hochrechnung haben in Rhein-Berg im Juli 988 (Juni 1225) Betriebe tatsächlich Kurzarbeit in Anspruch genommen. Davon waren 8483 (Juni: 10.669) Beschäftigte betroffen. Dies entspricht einer Kurzarbeits-Quote von 11,3 Prozent (Juni: 14,2 Prozent).

(tei.-)