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Wermelskirchen: 155 Häuser im Stadtgebiet wechseln 2020 den Besitzer

Eigentum in Wermelskirchen : 155 Häuser im Stadtgebiet wechseln 2020 den Besitzer

Ein Baugrundstück in guter Wohnlage in Wermelskirchen kostet 280 Euro/Quadratmeter – in Leichlingen sind 525 Euro. Wermelskirchener bleiben gern in ihrer Stadt und erwerben dort Eigentum.

Der Gutachterausschuss für den Rheinisch-Bergischen Kreis hat jetzt seinen jährlichen Grundstücksmarktbericht für das Jahr 2020 herausgebracht. Dieser analysier das Marktgeschehen in der Region. Im vergangenen Jahr wurden 2037 Verträge unter anderen für Bauland, Einfamilienhäuser und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen unterschrieben. Im Jahr davor waren es noch 2323. Das sind rund zwölf Prozent weniger. Der gesamte Umsatz ist von 545 Millionen um rund neun Prozent auf 498 Millionen Euro gefallen. Das entspricht in etwa dem Prozentsatz, um den der Umsatz im Vorjahr gestiegen war.

Den größten Anteil des Gesamtumsatzes macht mit 55 Prozent dabei der Verkauf von Ein- und Zweifamilienhäusern aus. Der Grundstücksmarktbericht umfasst das gesamte Kreisgebiet mit Ausnahme der Stadt Bergisch Gladbach. Die Anzahl der verkauften Baugrundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser ist von 213 im Jahr 2019 auf 169 gefallen. Damit liegt die Zahl der verkauften Baugrundstücke dieser Art niedriger als in den vergangenen fünf Jahren. Prozentual gesehen stellt das einen Rückgang von rund 20 Prozent dar. Die Bodenpreise für den individuellen Wohnungsbau stiegen in allen Kommunen des Zuständigkeitsbereiches gegenüber dem Vorjahr um rund 10 Prozent an.

Die meisten Baugrundstücke wurden in Overath verkauft (42). Es folgen Kürten (31), Burscheid (22), Wermelskirchen (21), Rösrath und Odenthal 18 sowie Leichlingen (17). Für ein Baugrundstück in einer guten Wohnlage mussten die Käufer in Leichlingen mit einem durchschnittlichen Preis von 525 Euro/m² (2019: 440 Euro/m²) am tiefsten in die Tasche greifen. Mit einem Wert unter 300 Euro/m² vergleichsweise günstig ist eine gute Wohnlage in der Stadt Wermelskirchen. Dort kostete der Quadratmeter für ein voll erschlossenes Grundstück 280 Euro/m².

Auch wenn im vergangenen Jahr die Zahl der Verkäufe von Ein- und Zweifamilienhäusern um fünf Prozent zurückgegangen ist, nämlich von 824 auf 782, so ist der finanzielle Umsatz dennoch angestiegen. Lag dieser 2019 noch bei 261,14 Millionen Euro, so gab es im Jahr 2020 Geschäfte im Umfang von 273,43 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von rund fünf Prozent. Erklären lässt sich das mit den deutlich gestiegenen Preisen von rund 9 Prozent bei gebrauchten freistehenden Ein- und Zweifamilienhäuser sowie etwa 10 Prozent bei Doppelhaushälften. Die meisten Häuser wechselten mit 155 (2019: 152) in Wermelskirchen den Besitzer.

Insgesamt wurden 478 Eigentumswohnungen kreisweit verkauft und gekauft. Mit rund 25 Prozent ist das deutlich weniger als im Vorjahr, als der Wert noch bei 640 Geschäften lag. Bei einem Geldumsatz von 89,38 Millionen im Vergleich zu 102,07 Millionen im Jahr 2019 liegt das Minus hier bei rund 12 Prozent. Die Preise für wiederverkaufte Eigentumswohnungen kletterten um rund 9 Prozent und die Preise für neu errichtete Eigentumswohnungen um etwa 7 Prozent.

Wer bereits in Wermelskirchen lebt, möchte gerne auch ein Haus dort erwerben. Diesen Wunsch nach einem Ein- oder Zweifamilienhaus erfüllten sich im vergangenen Jahr 85 Käufer. Erstellt wurde der Bericht vom Kreis-Gutachterausschuss für Grundstückswerte, dessen ehrenamtliche Mitglieder von der Bezirksregierung Köln bestellt werden.

www.boris.nrw.de