Wermelskirchen: Weiterer Neubau an der Telegrafenstraße geplant

Wermelskirchen : Weiterer Neubau an der Telegrafenstraße geplant

Investor will Wohn- und Geschäftshaus im bergischen Baustil errichten. Als Baubeginn ist der Sommer 2014 angedacht. Erste Detailpläne sollen im Herbst vorgestellt werden.

Das Bild der Telegrafenstraße verändert sich weiter: Der Gebäudekomplex Hausnummer 19/21 gegenüber der Diakoniestation steht vor dem Abriss. Die Mieter sind bereits über ihre Zukunft informiert worden und sollen bis Ostern 2014 ausziehen; im Sommer 2014, so die vorläufigen Pläne, soll mit dem Abriss begonnen werden.

Nach Informationen der Bergischen Morgenpost will ein Investor dort dort ein Wohn- und Geschäftshaus bauen. Das bestätigte am Freitag Rolf Körschgen, Geschäftsführer des Bauunternehmens "hoch3", der mit den Planungen beauftragt wurde. "Wir sind noch ganz am Anfang", sagte er.

In dem Gebäudekomplex ist die Gaststätte "Zur Postkutsche" untergebracht, ebenso eine Spielhalle sowie eine Arztpraxis. Auch acht Wohnungen in dem verschachtelten Gebäude sind von dem bevorstehenden Abriss betroffen. Körschgen hat laut eigener Aussage bereits bei der Stadt vorgefühlt, um dort das Wohn- und Geschäftshaus bauen zu können. Details könne er aber noch nicht nennen, sagte er am Freitag. "Sicher werden im Erdgeschoss Ladengeschäfte einziehen. Das ist eben eine gute Lage." Darüber seien Wohnungen geplant; in welcher Form und ob sie auf dem Markt angeboten würden, dazu konnte er noch keine Aussagen machen. "Ob die Eigentümer selbst die Wohnungen nutzen oder Mieter, darüber gibt es noch keine Entscheidungen." Auch nicht über die Zahl der Wohnungen.

Zudem wird sich der Baustil gegenüber den bisherigen Häusern, die "hoch3" in der Innenstadt in jüngster Zeit gebaut hat, ändern. Auf Wunsch des Verkäufers solle der bergische Charakter erhalten bleiben, sagte Körschgen am Freitag. "Wir stimmen uns da mit dem Planungsamt der Stadt noch ab." Für Details sei es aber noch viel zu früh, meinte der Architekt. Die ersten Pläne sollen im Herbst 2013 vorgestellt werden, der mögliche Baubeginn könnte im Sommer 2014 liegen. Ob das so kommen wird, müssen die nächsten Monate zeigen. Nach Information der Morgenpost hat die Spielhalle einen Mietvertrag über zwölf Jahre; nicht einmal zwei sind davon abgelaufen. Auch wenigstens ein Mieter wurde jetzt von den Plänen überrascht — er wohnt seit 46 Jahren im Haus Telegrafenstraße 21. Wenn's zu keiner Einigung zwischen Mietern und neuem Eigentümer kommt, werden die Gerichte wohl entscheiden. Dann dürften die angedeuteten Termine nicht eingehalten werden.

(RP/ac)