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Wermelskirchen: Weik und Amtskollege in Loches wollen Städtepartnerschaft stärken

Wermelskirchen : Weik und Amtskollege in Loches wollen Städtepartnerschaft stärken

Zwei Tage weilte Bürgermeister Eric Weik in der französischen Partnerstadt Loches. Gestern kehrte er nach Wermelskirchen zurück - mit vielen positiven Erinnerungen und mehreren Ideen, wie die Städtepartnerschaft auch nach 40 erfolgreichen Jahren gestärkt und weiterentwickelt werden kann.

"Es war ein sehr schönes Treffen mit vielen guten Gesprächen", sagte Weik auf BM-Anfrage. Nachdem der Bürgermeister am jüngsten Austausch kurz nach der Kommunalwahl nicht teilnehmen konnte, machte er sich nun auf den Weg, um in Frankreich Kontakte zu pflegen.

Besonders freute er sich über das Treffen mit dem neuen Bürgermeister von Loches, Marc Angenault, und dessen Vertretern. Angenault kennt das Bergische Land sogar, er hat als Jugendlicher eine Zeit lang in Lindlar gelebt. Anders als in Wermelskirchen sind Stadtrat und Verwaltung in Loches nicht strikt voneinander getrennt. Während Weiks Stellvertreter nur repräsentative Aufgaben übernehmen, erhalten die "Beigeordneten" in Loches auch Aufgaben in verschiedenen Ressorts der Verwaltung. "Das ganze Team hat sich dort neu aufgestellt, es war ein interessanter Austausch", berichtete Weik.

Die seit 40 Jahren bestehende Städtepartnerschaft zwischen Wermelskirchen und Loches war eines der Hauptgesprächsthemen während Weiks Besuch in Frankreich. "Die Partnerschaft funktioniert super - und das soll auch in den nächsten Jahren der Fall sein", betonte er. Gemeinsam stellten die beiden Bürgermeister eine Liste mit Ideen zusammen, wie die Städtepartnerschaft gestärkt werden kann. Eines der Ziele: Der Austausch soll insgesamt jünger werden.

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"Es rücken leider nur wenige junge Leute nach, die regelmäßig am Austausch teilnehmen", sagte Weik. Die Fußballer seien ein positives Beispiel, "sie sind ein fester Bestandteil der Treffen". Weik wünscht sich, dass in Zukunft neben den Gymnasien weitere Schulen aus Wermelskirchen und Loches Partnerschaften knüpfen - zum Beispiel die Berufsschulen. "Wir möchten junge Leute über die Schulen für den Austausch begeistern", sagte Weik. "Wir werden Kontakt zu den Schulen aufnehmen."

Auch die Stadtmarketingvereine ("WiW ist schon lange dabei, in Loches war es bislang etwas schwierig"), Handwerker, Einzelhändler oder auch Unternehmen sollen nach Wunsch der beiden Bürgermeister stärker zusammenarbeiten. "Es wäre doch toll, wenn ein Bäcker-Lehrling einen Teil seiner Ausbildung in Loches absolvieren könnte. Das wäre eine große Bereicherung", meinte Weik. In den nächsten Wochen werden beide Verwaltungen ihre Ideen zu Papier bringen und abarbeiten.

Die Pläne für den nächsten Austausch im Mai 2015 laufen derzeit an. Was Weik besonders freut: Es ist gelungen, Kontakt zwischen dem Blasorchester Dabringhausen und dem Musikorchester in Loches zu knüpfen. "Beim nächsten Treffen werden 20 Musiker aus Loches ins Bergische kommen", sagte er. Dies sei ein gutes Beispiel für eine positive Weiterentwicklung. "Die Städtepartnerschaft soll nicht zu einem geschlossenen Zirkel werden. Wir möchten neue Leute begeistern."

(RP)