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Wermelskirchen: Weik: Strahlkraft des DOC für Wermelskirchen nutzen

Wermelskirchen : Weik: Strahlkraft des DOC für Wermelskirchen nutzen

Die Nachbarstadt Remscheid ist auf ihrem Weg zum Designer-Outlet-Center (DOC) im Herzen von Lennep einen entscheidenden Schritt weitergekommen. Die zuständige Bezirksregierung in Düsseldorf gab diese Woche offiziell ihre Zustimmung zu dem Standort.

Damit steht zwar immer noch nicht fest, dass das DOC gebaut wird - dazu braucht es einen genehmigungsfähigen Bebauungsplan, den Remscheid bis Ende des Jahr vorlegen möchte. Dennoch hat die Nachbarstadt eine Meilenstein auf dem Weg zum Großprojekt genommen.

Das nimmt man auch in Wermelskirchen zur Kenntnis. "Ich freue mich total", sagte Bürgermeister Eric Weik auf BM-Nachfrage. Er glaubt, dass auch Wermelskirchen profitieren wird. Zum einen von den Arbeitsplätzen, die das DOC schafft, zum anderen von den Menschen, die es in die Region bringt und die ohne das Center nie vom Bergischen Land hören würden. "Das DOC wird ein Leuchtturm, und wir müssen dafür sorgen, dass die Strahlkraft bis nach Wermelskirchen reicht." Die DOC-Besucher müssten nicht erst in Remscheid, sondern schon eine Ausfahrt früher die Autobahn verlassen.

Weik teilt die Argumente von Tourismus-Experten: Wer ein Designer-Outlet-Center besucht, ist nicht nur ein Kunde, sondern auch ein Ausflügler, der nach dem Shopping-Trip mehr unternehmen möchte, besonders, wenn Kinder dabei sind. Das müsse sich Wermelskirchen zunutze machen, sagte Weik und nannte ein Beispiel: "Ich würde mit meiner Familie nicht in ein bergisches DOC fahren, ohne danach noch die Straußenfarm in Emminghausen zu besuchen."

Er sagt: "Spätestens im DOC selbst müssen die Besucher erfahren, was man hier in der Region noch Tolles erleben kann." Nach Aussage von Henning Balzer, Projektmanager des DOC-Investors McArthurGlen, ist durchaus eine Touristeninformation im Lenneper DOC geplant. Ob und wie sich Wermelskirchen dort präsentieren könnte, darüber hat Weik aber noch keine Gespräche beispielsweise mit den hiesigen Tourismusverbänden geführt. "Dafür ist es noch zu früh", sagt er. Das ergebe erst Sinn, wenn das Projekt tatsächlich verwirklicht werde.

Auch André Frowein vom Wermelskirchener Stadtmarketingverein WiW erwartet von einem DOC in Lennep viel: "Wermelskirchen hat tolle Dinge, die viele nicht auf dem Schirm haben", sagte er. Die könnten dann ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden. Der Radtourismus könne profitieren, das Wermelskirchener Einkaufsangebot zum Thema "Heiraten" oder auch die Hotellerie. "Ich hoffe, dass wir dann auch mehr Übernachtungsmöglichkeiten hier haben."

(RP)