Wermelskirchen: Weik: "Politik war rechtzeitig über Radrouten informiert"

Wermelskirchen: Weik: "Politik war rechtzeitig über Radrouten informiert"

Das Thema Radverkehr in der Wermelskirchener Innenstadt erhitzt weiter die Gemüter. Nachdem im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr eine Entscheidung über Alternativrouten vertagt und das Thema kurzerhand von der Tagesordnung gestrichen worden war (BM berichtete), meldete sich gestern Bürgermeister Eric Weik zu Wort und kritisierte die Entscheidung im Ausschuss scharf.

"Alle Fraktionen waren im Vorfeld der Sitzung ausreichend informiert, um eine Entscheidung zu treffen. Alle benötigten Unterlagen wurden vorher zugestellt", sagte Weik.

Bernhard Schulte hatte gleich zu Beginn der Sitzung kritisiert, dass die Politiker im Vorfeld keine detaillierten Informationen über die Auswertung der Verwaltung hinsichtlich der Alternativrouten erhalten hatten. "Zunächst wurde uns gesagt, dass die Sitzungsvorlage nachgereicht wird. Dies ist nicht geschehen, jetzt gibt es eine Tischvorlage — ich halte das für unzumutbar", hatte der SPD-Politiker gesagt. So könne man diesen Tagesordnungspunkt nicht beraten. Die Mehrheit im Ausschuss stimmte zu: Nach rund drei Minuten war der Punkt von der Tagesordnung gestrichen worden. Einwände der Verwaltung gab es in der Sitzung nicht.

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Der Bürgermeister betonte nun, dass nach der Behördenrunde am 11. Juni, in der Vertreter der Verwaltung, der Polizei, der Bezirksregierung und der einzelnen Fraktionen die Alternativrouten für Radfahrer diskutiert hatten, alle Parteien mit detaillierten Informationen versorgt worden seien. "Meine Mitarbeiter haben extra nach der Behördenrunde die Vorlagen noch bearbeitet und per Mail verschickt, damit in den Fraktionen über die Routen beraten werden konnte", sagte Weik verärgert. Die Situation sei so dargestellt worden, als ob seine Mitarbeiter es "verpennt" hätten. "Das ist nicht die Wahrheit", sagte der Bürgermeister.

(RP)
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