Wermelskirchen Weihnachten beginnt im Januar

Wermelskirchen · Die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ startet wegen der Herbstferien schon früher. Es gibt aber auch Spender, die fangenschon im Januar damit an, Geschenke für Kinder in der Dritten Welt zu sammeln.

In den Geschäften gibt’s längst wieder Spekulatius und Lebkuchen. Auch für Iris Weber und Magdalene Fuchs steht das Weihnachtsfest schon beinahe vor der Türe. Denn die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ startet diesmal wegen der Herbstferien früher als sonst. Wie seit 1997 alljährlich beteiligt sich auch Wermelskirchen wieder an der Aktion, bei der inzwischen aus zehn Geberländern Weihnachtspäckchen für arme Kinder in 82 Ländern der Welt verschickt werden.

Im vergangenen Jahr waren aus Wermelskirchen schwerpunktmäßig, aber auch aus Bergisch Born, Radevormwald, Leichlingen und Unterburg insgesamt 2075 Päckchen gespendet worden. „Es wäre schön, wenn wir die Zahl noch steigern könnten“, wünschen sich Iris Weber und Magdalena Fuchs, die die offiziellen Hauptsammelstellen für die Päckchen in den evangelisch-freikirchlichen Gemeinden Dabringhausen und Neuschäferhöhe betreuen.

250 Päckchen aus Weltersbach

Iris Weber und Magdalena Fuchs freuen sich über treue Spender, die sich alljährlich ganz besonders für die Aktion einsetzen: „Da hat uns eine Witwe im vergangenen Jahr doch tatsächlich 32 Weihnachtspäckchen gebracht. Dafür hatte sie bereits im Januar begonnen, Sonderangebote zusammenzutragen“, berichtet Iris Weber voller Anerkennung. Und erstaunlicherweise seien bereits jetzt 250 Päckchen im Pilgerheim Weltersbach gesammelt worden. „Es ist beachtlich, dass gerade dort die Senioren, die gar nicht mal so viel Geld haben, so fleißig spenden. Wir hatten im vergangenen Jahr Spenden aus Weltersbach zwischen fünf und sogar 1000 Euro pro Kopf“, betont Iris Weber.

Wie jedes Jahr sei es aber ganz wichtig, wegen der Zollvorschriften die Merkzettel vor dem Päckchenpacken genauestens zu beachten. „Die meisten Fehler werden bei den Süßigkeiten gemacht, es darf nämlich nur Vollmilch-Schokolade ohne jede Inhaltsstoffe wie Nüsse oder Kekse in die Päckchen gepackt werden“, hebt Magdalene Fuchs hervor. Auch dürften nur wirklich neu gekaufte Spielwaren, Schulutensilien und Kleidungsstücke in die Päckchen gepackt werden. „Am besten lässt man sogar noch die Aufkleber und Preisschilder dran“, rät Iris Weber.

Die Aktion „Weihnachten im Schulkarton“ läuft in diesem Jahr vom 1. Oktober bis 15. November. Zum Ende hin werden dann in den Hauptsammelstellen von den ehrenamtlichen Helfern alle Päckchen nach Fehleinwürfen durchgesehen. Wenn mal etwas Falsches in den Päckchen lande, dann sei aber nicht die gesamte Spende verloren, betonen Iris Weber und Magdalene Fuchs.

Es gibt Ersatzspenden

Die Helfer stecken dann Ersatzspenden in die Päckchen. Und wenn eine Gabe nun überhaupt nichts enthält, das den Zollbestimmungen entspricht, dann freut sich immer noch der Forthausener Lutz Noack darüber, weil er die meisten Dinge immer noch gut für sein Missionswerk in Rumänien gebrauchen kann.

(RP)