Wermelskirchen Wasserpreis bleibt in diesem Jahr stabil

Wermelskirchen · Wenn es doch überall so gute Nachrichten gäbe, wie sie der Wasserversorgungsverband Dabringhausen bei seiner Hauptversammlung lieferte: Obwohl der Preis des eingekauften Wassers um vier Cent pro Kubikmeter gestiegen ist, kostet ein Kubikmeter Wasser 2011 wie im vorigen Jahr 1,40 Euro.

Das ist umso bemerkenswerter, als der Verband den Wasserpreis in 2010 bereits um fünf Cent gesenkt hatte. Mit sichtlicher Genugtuung verkündete Verbandsvorsteher Walter Stahlhacke die gute Nachricht.

Weitere Reduzierung ist möglich

Hans-Dieter Theil erläuterte das Zahlenwerk der Bilanz. Sie weist für das Jahr 2009 bei einer Bilanzsumme von rund 387 000 Euro einen Verlust von etwa 6800 Euro aus. Dies sei im Rahmen der Geschäftstätigkeit "normal", erläuterte Theil. Sie habe, da der Haushaltsplan eingehalten worden sei, keinen Einfluss auf den Wasserpreis. Der Verband als Körperschaft des Öffentlichen Rechts dürfe keine Gewinne machen. Da irgendwann ein Ende der notwendigen Investitionen abzusehen sei — das Rohrnetz befinde sich mittlerweile "größtenteils in einem guten Zustand" —, könnte es bei gleichbleibenden Einkaufspreisen in Zukunft sogar zu einer weiteren Preisreduzierung kommen.

Der Wasserverlust in 2009 betrug bei gegenwärtig 1600 Kunden "unter sechs Prozent", teilte Stahlhacke mit. Das spreche für den guten Zustand des Rohrnetzes. Er könne sich noch daran erinnern, dass zu Beginn der Wasserverlust 50 Prozent betragen habe. Während der Wasserverbrauch in 2009 um zehn Prozent zurückgegangen war, habe man in 2010 diese zehn Prozent wieder eingeholt.

Stefan Theil attestierte dem Wasserverband Dabringhausen nicht nur eine ordnungsgemäße Abrechnung, sondern lobte insbesondere Schriftführerin Else Hahn für ihre "akkurate Buchführung". Insgesamt, so Theil, mache der Vorstand einen "bestmöglichen Job". Kein Wunder also, dass aus Kreisen des Vorstands ohne Zutun von Walter Stahlhacke der Vorschlag gemacht wurde, die monatliche Aufwandentschädigung für den Verbandsvorsteher auf 1000 Euro (netto) zu erhöhen. Seit 25 Jahren diene Walter Stahlhacke als Verbandsvorsteher mit unermüdlichem Einsatz, und noch nie sei seine Aufwandsentschädigung angepasst worden, lautete das Argument. Dieser Vorschlag, wie auch die Entlastung des Vorstands und der vorgelegte Haushaltsplan 2011, wurden einstimmig angenommen.

(RP)
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