Was kommt in die Schultüte? Verbraucherzentrale NRW gibt Tipps

Schulstart in Wermelskirchen : Die perfekte Schultüte – das Einmaleins für Eltern

Bald stehen die ABC-Schützen vor ihrem ersten Schultag. Was nicht fehlen darf, ist die Schultüte. Aber was soll rein?

Die Sommerferien neigen sich langsam dem Ende zu. Für manch einen heißt es wieder rein in den Schulalltag, für manch andere steht ein großer Tag bevor. Viele Schulanfänger in Wermelskirchen sind aufgeregt und freuen sich auf ihre Einschulung. Noch viel aufregender und angespannter wird es für die Eltern, da sie ihre ABC-Schützen mit einer Reihe von Schreibwaren ausstatten müssen.

Bei der Einschulung darf die beliebte Schultüte auf gar keinen Fall fehlen.Traditionell erhalten die Kinder am ersten Schultag eine Tüte, in der sich unter anderem Schulmaterialien wie Farbkasten, Schnellhefter, Sammelmappen, Stifte und Radiergummis befinden. Doch Eltern stehen immer wieder vor den Fragen: Was kommt in die Schultüte rein und was ist für ihre Kinder am besten geeignet? Beziehungsweise worauf sollte geachtet werden?

Süßigkeiten, Spielzeug und Schulmaterialien zählen zu den beliebtesten Füllungen. Noch viel früher fanden ausschließlich Nüsse, Obst und Naschwerk ihren Weg in die Tüte. Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt, aus einem nachhaltigen Laden einzukaufen beziehungsweise auf umweltfreundliche Materialien zu achten. „Eine süße Füllung aus fairem Handel in die Schultüte und in den Ranzen sowie Stifte und Hefte aus umweltfreundlichen Materialien oder eine pfiffige Box fürs nachhaltige Frühstück sind ein umweltbewusstes Rüstzeug für i-Dötzchen, und das von Anfang an“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Auch bei Bonbons, Saftbärchen, Schokolade, Riegeln und Nüssen könne drauf geachtet werden: „Es gibt eine große Auswahl in Läden mit fair gehandelten Produkten“, so die Verbraucherzentrale NRW. Alternativen dazu sind beispielsweise Studentenfutter ohne Zuckerzusatz, Nussmischungen, Trockenobst aus Apfelringe oder Mangos. Ebenfalls bei Schreibwaren wie Hefte und Schnellhefter gibt es umweltfreundliche Alternativen.

Wer beim Kauf von Blöcken einen Beitrag zum Klimaschutz leisten möchte, dem weist das Umweltzeichen „Blauer Engel“ auf den Schreibwaren den richtigen Weg. Es ist ein rechtlich geschützter Siegel, der den Ressourcenschutz versichert. Gekennzeichnet werden nur Hefte, die zu 100 Prozent aus Altpapier bestehen. „Immer mehr große überregionale Händler führen inzwischen Hefte mit dem Blauen Engel und garantieren somit einen hohen Standard für Umwelt-, Klimaschutz und an Qualität“, so die Verbraucherzentrale NRW.

Allerdings könne das Hans Jürgen Theiß nicht bestätigen, der seit rund 40 Jahren den Schreibwarengeschäft Siebel auf der Kölner Straße 20 führt. Die Schulen würden in Form einer Liste genauestens angeben, was die Kinder benötigen. „Die Nachfrage bei Plastik-Schnellhefter sowie auch bei Sammelmappen aus Plastik ist immer noch höher, als die Mappen aus Pappe“, sagt Hans Jürgen Theiß. Allerdings würde der Trend bei selbstgebastelten Schultüten stetig steigen. „Wir haben in diesem Jahr vielmehr Rohlinge verkauft“, sagt Theiß. Rohlinge sind unfertige Tüten, die selbst bestückt und verziert werden können. Ein weitere Hingucker in diesem Jahr seien Tüten, die mit Stoffen überzogen werden. Diese würden später als Kissenüberzug verwendet werden. So haben Eltern auch nach dem Einschulungs-Erlebnis eine Erinnerung für die Ewigkeit.

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