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Was Kirchen zur Aktion "Wermelskirchen leuchtet heller" sagen

Lichterglanz in Wermelskirchen : Wermelskirchen leuchtet heller – was Kirchen sagen

Traditionell wird erst nach dem Totensonntag am 22. November Festbeleuchtung aufgebaut. Aber es gibt Ausnahmen.

Die Idee des Marketingsvereins „Wir in Wermelskirchen“ (WiW) mit Laternen und Lichterketten Freunde in die Stadt zu bringen und mit „Wermelskirchen leuchtet heller“ mit Lichtern gegen den trüben November- oder Corona-Blues anzugehen, findet regen Anklang in der Stadt. Allerdings sind einige Menschen irritiert, weil es sich eigentlich „nicht gehört“, vor dem Totensonntag am 22. November Festbeleuchtung anzubringen. „Da gibt es Unterschiede zwischen Weihnachtsbeleuchtung oder Lichtern, die den Herbst aufhellen sollen“, sagt Pfarrer Michael Knab von der Kirchengemeinde St. Michael. Um die Stadt zum Leuchten zu bringen, müssen ja noch nicht Weihnachtsmänner oder Rentiere in den Gärten stehen. „Laternen mit Kerzen vor der Tür oder im Fenster verbreiten eine heimelige Atmosphäre, und auch kleine Lichterketten sind sehr hübsch anzusehen.“ Gegen diesen Lichterglanz, der im Lockdown-November die Stimmung aufhellen soll, habe er keine Einwände.

Auch sein evangelischer Kollege, Pfarrer Volker Lubinetzki, freut sich über Kerzen und Laternen, die Licht spenden. „Es ist üblich, dass die Adventsdekorationen erst nach dem Totensonntag aufgebaut werden“, sagt er. „Aber natürlich ist es schön, wenn Kerzen leuchten.“ Vor allem am Montag, 9. November, wenn den Opfern der Reichspogromnacht gedacht wird, indem Kerzen in die Fenster gestellt werden. Dazu ruft die Evangelische Kirchengemeinde auf. „Schön wäre, wenn Wermelskirchener ein Foto ihrer Kerze machen und bis Sonntagabend an Pfarrerin Almuth Conrad schicken“, sagt Pfarrer Lubinetzki. „Wir stellen die Fotos dann auf unsere Internetseite.“

Fotos bitte an almuth.conrad@ekwk.de schicken. Weitere Infos unter
www.ekwk.de