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Wermelskirchen: "Wartezeit bringt jährlich 30 000 Euro Verlust"

Wermelskirchen : "Wartezeit bringt jährlich 30 000 Euro Verlust"

Seit eineinhalb Jahren stehe die Planung für den U3-Ausbau der evangelischen kindergärten Tente, Wielstraße und Heisterbusch, und alles hänge vom Bewilligungsbescheid ab: "Wir könnten sofort anfangen", sagt Frank Stobbe, der Vorsitzende des Kindergartenausschusses der evangelischen Kirchengemeinde. Je länger die Kirche auf diesen Bescheid warten müsse, umso mehr finanzielle Verluste bedeute dies: "Die Baukosten galoppieren. Bei einer Investitionssumme von 1,5 Millionen Euro, die wir haben, bedeuten das 30 000 Euro Verlust im Jahr. Und wenn sich die Bewilligung auch dieses Jahr noch hinzieht, dann haben wir schon 60 000 Euro verloren", gibt Stobbe zu bedenken.

Sollten die Interventionen der Stadt und möglicherweise der Politiker aber dennoch fruchten, dann könne aber nur noch für die Kitas Wielstraße und Heisterbusch der Ausbau bis zur gesetzlich vorgeschrieben Frist 2013 realisiert werden. Für Tente, wo auch ein Anbau notwendig sei, sehe es für 2013 schon schlecht aus, beklagt Stobbe.

Jeweils zwölf U3-Plätze sollen in den drei evangelischen Kitas geschaffen werden. An der Wielstraße ist laut Stobbe darüber hinaus der Ausbau als integrative Kindertagesstätte geplant, "Wir wollen dort auch einen Therapieraum einrichten, alles wird rollstuhlgerecht", kündigt Stobbe an.

Er hoffe deshalb immer noch, dass die Kirche wenigstens einen Entscheid bekomme, mit den Baumaßnahmen vorzeitig beginnen zu können, wenn schon nicht der endgültige Förderbescheid von Land oder Bund zu bekommen sei. Schließlich müssten dann zumindest noch für die Kitas Wielstraße und Heisterbusch sofort die Ausschreibungen getätigt werden: Bis alle Gewerke dann vergeben und abgestimmt seien, können es noch mal drei Monate dauern. Und dann komme womöglich das Winterwetter dazwischen, so dass immer noch nicht gebaut werden könne.

(RP/rl)