1. NRW
  2. Städte
  3. Wermelskirchen

Wermelskirchen: Wache wird ab 20. Januar belegt

Wermelskirchen : Wache wird ab 20. Januar belegt

Platz für 60 Flüchtlinge geschaffen. Halle in Dhünn ab 2. Januar wieder frei.

Der Termin ist ambitioniert. Doch Frank Kieseler ist zuversichtlich. Am 20. Januar 2017 soll die ehemalige Polizeiwache freigegeben werden. Dann können dort bis zu 60 Flüchtlinge aufgenommen werden. Einzige Unwägbarkeit: Werden die 24 Brandschutztüren rechtzeitig geliefert? Für den Leiter des städtischen Amtes für Gebäudemanagement könnte der Bezug nur daran scheitern.

Die Umbauarbeiten für die Aufnahme von Flüchtlingen sind weitestgehend beendet, teilte er gestern auf Anfrage mit. Ende September bekam sein Fachamt den Auftrag. Seither wurde das Gebäude umgebaut, damit Menschen drin leben können. Duschen, Toiletten und Waschgelegenheiten wurden eingebaut, zwei Notausgänge geschaffen. "Brandschutz hat den größten Teil der vorbereitenden Arbeiten eingenommen", sagte Kieseler. Brandmelder wurden überall eingebaut. Nun wartet der Handwerker auf die Türen. Denn wird am 20. Januar das Gebäude von seinem Fachamt freigegeben, sollten im ersten Schub 60 Flüchtlinge aufgenommen werden, ab Juni dann nur noch 40. So lautet ein Ratsbeschluss. Bis zu diesem Termin hält sich auch die Bezirksregierung zurück, weitere Flüchtlinge zuzuweisen.

  • Pünktlich um 12 Uhr standen bereits
    Corona-Pandemie in Wermelskirchen : Impfen ohne Termin kommt gut an
  • Proben für Corona-Tests werden für die
    Infektionen in Wermelskirchen : Acht Wermelskirchener sind derzeit mit Corona infiziert
  • Die Verhandlung wegen Betruges vor dem
    Amtsgericht in Wermelskirchen : Betrugsvorwurf wegen nicht bezahlter Gaslieferung – vertagt!

Gute Nachrichten gibt es für die Mehrzweckhalle Dhünn. Kieseler: "Ab 2. Januar können Vereine, Schulen und Veranstalter diese Halle wieder nutzen." Sie war als Erstaufnahmeeinrichtung genutzt worden und musste in den vergangenen Wochen zurückgebaut werden. Rund 35.000 Euro kostete das die Stadt Wermelskirchen. Dabei ging es laut Kieseler weniger um die Sanierung. "Wir mussten vor allem die sanitären Einrichtungen ausbauen - wie zusätzliche Installationen in der Küche oder Waschgelegenheiten und Toiletten." Damit ist auch die letzte der drei als Erstaufnahmeeinrichtung genutzten Halle frei. "Vom 2. bis 4. Januar wird noch der Bauhof die Sportgeräte, die auf andere Hallen verteilt wurden, zurückbringen. Und dann kann's dort wieder losgehen."

Derzeit ist in der Stadtverwaltung ein Konzept zur Unterbringung von Flüchtlingen für die Jahre 2017 bis 2019 erarbeitet worden. Es soll Ende Januar in den Fachausschuss. Laut Kieseler beschäftigt sich das Konzept mit zwei Kernaussagen: Was erwartet die Stadt zuverlässig in den nächsten Jahren an Zuweisungen? Und: Wie werden diese Personen in Wermelskirchen untergebracht?

(RP)