Stadtentwicklung in Wermelskirchen-Dhünn Dorfplatz wird noch 2024 überarbeitet

Wermelskirchen · Der VVV Dhünn tagt zur Hauptversammlung. Vorstand und Bürgermeisterin nehmen dabei die Pläne für die Entwicklung des Stadtteils unter die Lupe. Neben dem Areal rund um die Dorf-Eiche geht es auch um die „Dom-Platte“, einen Kita-Neubau und den Verkauf des ehemaligen Rathauses.

 Der Dorfplatz in Dhünn, links der Dorfbrunnen und rechts die Dorf-Eiche, wird 2024 überarbeitet.

Der Dorfplatz in Dhünn, links der Dorfbrunnen und rechts die Dorf-Eiche, wird 2024 überarbeitet.

Foto: Stephan Singer

Eine Erneuerung des Wartehauses an der Bushaltestelle vor der Evangelischen Kirche in Dhünn wird es nicht geben. Genauso wenig erfolgt dort eine Absenkung des Bordsteins. Und ein Sonnensegel wird zukünftig auch keinen Schatten auf dem Dorfplatz spenden. Die Dhünnschen, wie sich die Bewohner des Wermelskirchener Stadtteils selbst gerne bezeichnen, müssen bei der Überarbeitung des Dorfplatzes rund um die Dorf-Eiche einige Abstriche von ihrer ursprünglichen Wunschliste machen. Der Grund: Die Kosten wären aus dem Rahmen gelaufen, die Förderbedingungen spielen da nicht mit.

Davon berichteten Bürgermeisterin Marion Lück sowie der Vorsitzende Frank Jäger auf der Hauptversammlung des Verkehrs- und Verschönerungsvereins (VVV) Dhünn im Restaurant „Jägerhof“. Die trotz der nötigen Abstriche gute Nachricht: Die Überarbeitung des Dorfplatzes, die nach den anfänglichen Plänen schon 2023 hätte erfolgen sollen, soll noch im Laufe dieses Jahres geschehen.

Der Dorfplatz

„Wenn wir es selber hätten machen können, wäre es längst fertig“, stellte Frank Jäger fest: „Es ist nicht vorangekommen.“ Die Ausschreibungen für die Gewerke seien aber nun veröffentlicht, die Arbeiten müssten bis Ende Oktober fertig sein. Diese zeitliche Zielsetzung verschärfte Bürgermeisterin Marion Lück: „Wir wollen bis zur Kirmes in Dhünn im August fertig sein.“ Wegen der unzähligen mit den Fördergeldern verbundenen Vorschriften habe sich die Planung in die Länge gezogen. Die Fördergelder seien jedoch unverzichtbar, weil das Vorhaben sonst nicht finanzierbar wäre. Die Abstriche von den ursprünglichen Ideen kommentierte die Bürgermeisterin: „Wir hatten uns viel, viel mehr gewünscht. Aber so sind die Gegebenheiten, und da haben wir das Beste herausgeholt.“

Im Zuge der Überarbeitung des Dorfplatzes in Dhünn wird neben der Bushaltestelle ein Anschlussschrank installiert, der beispielsweise die Versorgung der Stände auf der Dhünnschen Kirmes mit Strom erleichtert. Zudem sieht der Plan die Einrichtung eines Trinkwasserbrunnens vor. Der historische Dorfbrunnen an der Kirche wird so überarbeitet, dass er ganzjährig Wasser führt. Die Sperrpfosten, auch Poller genannt, am Rand des Dorfplatzes werden erneuert – ebenso die Sitzbank unter der Dorf-Eiche.

Die „Dom-Platte“

Was dem VVV am Herzen liegt, ist die Einbeziehung des idyllischen Außenbereichs – von den Dhünnschen kurz „Dom-Platte“ genannt – rund um die Evangelische Kirche unmittelbar neben dem Dorfplatz. „Die Tore am Zugang müssen weg“, sagte Frank Jäger. Mit dem zuletzt aktiven Presbyterium in Dhünn habe es darüber einen Konsens gegeben. Durch die Veränderungen beim Presbyterium müsse erneut das Gespräch gesucht werden – er sei jedoch zuversichtlich.

Unterwegs in Wermelskirchen: Fotos vom Spaziergang durch Dhünn
8 Bilder

Spaziergang durch Dhünn

8 Bilder
Foto: Theresa Demski

Der Kita-Neubau

Im Kontext des auch laut Kindertagesstätten-Bedarfsplans dringend benötigten neuen Kindergartens in Dhünn hob auch Bürgermeisterin Marion Lück auf die personellen Veränderungen im Dhünner Presbyterium an: „Die Ruckeleien haben uns zurückgeworfen.“ Hintergrund ist, dass die Stadt ein Grundstück für den Bau einer Kita von der Evangelischen Kirche kaufen will. „Und wir müssen dazu auch Gespräche mit dem Kirchenkreis Lennep führen. Zum einen wegen des Grundstückskaufs, und zum anderen weil wir uns wünschen, dass die Evangelische Kirche die Trägerschaft der neuen Kita übernimmt.“ Aber sie sei zuversichtlich, meinte die Bürgermeisterin.

Der Rathaus-Verkauf

Mehr als nur Zuversicht habe sie im Hinblick auf die geplante Veräußerung des ehemaligen Rathauses in Dhünn, das die Stadt zum Kauf angeboten hat, erläuterte Marion Lück: „Es haben sich viel mehr Interessenten bei uns gemeldet, als wir anfangs erwartet hatten.“

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort