Wermelskirchen: VVV beschließt die "Brunnen-Patenschaft"

Wermelskirchen: VVV beschließt die "Brunnen-Patenschaft"

Der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) Wermelskirchen wird die Patenschaft für den Brunnen am Markt übernehmen. Die Mehrheit der Mitglieder (1 Gegenstimme) auf der gut besuchten Jahreshauptversammlung gab dem Vorstand jetzt den Auftrag, Gespräche mit Sponsoren und der Stadtverwaltung zu führen.

Den Vorsitzenden Manfred Schmitz-Mohr freute dies: "Es wäre eine Schande, wenn bei der Umgestaltung von Wermelskirchens Innenstadt der wichtigste Punkt, der Markt, ohne Brunnen gebaut würde."

Der Vorsitzende hatte zuvor den Mitgliedern erläutert, dass die Stadtverwaltung ihm erklärt habe, sie sei aufgrund der Haushaltslage nicht bereit, in einen Marktbrunnen zu investieren.

Der Technische Beigeordnete Dr. André Benedict Prusa erläuterte den Mitglieder noch einmal den Planungsstand ("schiefe Ebene") und zeigte den Markt-Platz als nüchterne und neutrale Fläche: "Dort sollen die Fassaden der umliegenden Gebäude wirken, denn es gibt nicht den typisch bergischen Platz." Der von der Politik favorisierte "Fontänen"-Brunnen benötige jedoch eine Pumpenkammer. Die Dimension von vier mal 2,5 Meter war manchen nicht geheuer — denn auch unter der Marktoberfläche wird Fels vermutet.

  • Wermelskirchen : Markt: Schiefe Ebene zu steil

Schnell wurde im Laufe der Diskussion deutlich, dass der VVV einen einfachen und stabilen Brunnen bevorzuge, der nicht so eine große Pumpenkammer benötige ("Den kann sich der VVV nicht leisten", so Schmitz-Mohr). Auch unterstützten die Mitglieder das Ansinnen des Vorsitzenden, den Fachausschuss mit in die Abstimmung einzubinden.

Kritische Töne gab's von Udo Höltken: "Es darf kein toter Brunnen werden wie in der Carl-Leverkus-Straße." Er fürchte, dass da noch einiges auf den VVV zukommen werde. Denn der Vorstand sagte zwar die Übernahme der Kosten wie auch die Wartung zu. Doch wie die Pflege und Reinigung erfolgen solle, darüber schien man sich noch keine Gedanken gemacht zu haben. Klar ist aber: Von möglichem Vandalismus werde man nicht eine Zusage abhängig machen, so die stellvertretende Vorsitzende Charlotte Jörgens. Sie setze hier auf die soziale Kontrolle.

Schmitz-Mohr erklärte im BM-Gespräch, dass der Verein über Sponsoring versuchen werde, etwa 45 000 Euro zusammenzubekommen. Das müsse für einen Solitärbrunnen und die Tiefbauarbeiten reichen. Spätestens bis zum Herbst ("ich möchte das am liebsten bis zu den Ferien abgeschlossen haben.") will der VVV zwei Vorschläge unterbreiten und diese mit den Sponsoren, der Stadt und dem Ausschuss abstimmen. "Sollten Bürger noch Vorschläge haben, sollten sie die jetzt machen", so Schmitz-Mohr.

(RP)