Vorbereitungsmaßnahmen gegen Afrikanische Schweinepest:

Tierseuche rückt näher : Kreis probt den Ernstfall für eine Schweinepest

Um im Falle eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest möglichst gut vorbereitet zu sein, fand eine Übung im Rheinisch-Bergischen Kreis statt.

(pd) Da die Tiersuche aus Osteuropa näher an Deutschland heranrückt, besteht die Sorge, dass der für Haus- und Wildschweine gefährliche Erreger sich auch hier verbreiten könnte. Für den Menschen ist der Virus allerdings nicht gefährlich. Derzeit laufen bei Bund, Land sowie Kreisen, Städten und Gemeinden Vorbereitungsmaßnahmen für eine Bekämpfung. „Wir stellen uns für den Fall der Fälle auf, der hoffentlich niemals eintritt“, sagt Kreisveterinär Dr. Thomas Mönig. „Daher ist es wichtig, unterschiedliche Aspekte zur Bekämpfung der Seuche zu üben.“

Der Probelauf im Rheinisch-Bergischen Kreis fand im Königsforst statt, eine weitere Übung des Landes Nordrhein-Westfalen wurde im Landkreis Recklinghausen durchgeführt. Beteiligt waren an der Suche zudem Expertinnen und Experten von Bund und Land.

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Zunächst kam der Krisenstab des Kreises zusammen, um gemeinsam das Vorgehen abzustimmen. Danach folgte eine Übung im Königsforst. Dort wurde das Auffinden von Wildschweinattrappen geprobt. Dazu durchsuchten zwei 20-köpfige Teams, die sich zu Menschenketten formierten, das unwegsame Gelände. Schwerpunkt der Übung war zudem das Bergen von verendeten Wildschweinen. „Im Falle eines Ausbruchs ist es entscheidend, möglichst alle Wildschweinkadaver aus dem Ausbruchsgebiet zu entfernen, um die Ansteckungsgefahr für andere Tiere zu reduzieren“, machte der Kreisveterinär deutlich. „Es war großartig zu beobachten, wie alle Beteiligte an einem Strang gezogen haben, um das Waldstück akribisch zu durchsuchen.“ Nach einhelliger Auffassung aller Beteiligten besteht die größte Schwierigkeit, darin im Wald den Überblick zu behalten und sich zu orientieren. Im Rahmen der weiteren Auswertung der Übung wird zu prüfen sein, ob eine größere Technikunterstützung hier sinnvoll eingesetzt werden kann.

Bei der Afrikanischen Schweinepest handelt es sich um eine virusbedingte Allgemeinerkrankung der Haus- und Wildschweine, die in der Regel nach wenigen Tagen tödlich verläuft. Für den Menschen und alle anderen Tiere ist die Erkrankung nicht gefährlich.