Wermelskirchen: Umzug ins Realschuldorf schon beendet

Wermelskirchen : Umzug ins Realschuldorf schon beendet

Der Transport aller Möbel aus dem Altbau in die neue Unterkunft hat nur drei statt geplanter vier Wochen gedauert. In den letzten Ferienwochen müssen nun noch alle Kartons ausgepackt werden. Auch die Außenarbeiten laufen nach Plan.

Zufrieden sitzen Thomas Müller und Andreas Voß im Klassenraum auf einem Tisch und schauen sich um. Es macht den Eindruck, als könnte hier gleich der Unterricht für die Realschüler beginnen. Tafel, Lehrerpult, Tageslichtprojektor, Tische, Stühle, Schränke zum Verstauen - alles steht schon bereit. Lediglich ein paar Kartons, die in der Ecke gestapelt sind, müssen noch ausgepackt werden. Dass der Chef der Dabringhausener Firma MTM (Möbelservice Thomas Müller) und der Mitarbeiter des Amtes für Jugend, Bildung und Soziales jetzt so entspannt das neue Schuldorf der Realschule begutachten können, daran hätten sie Anfang der Schulferien noch keinen Gedanken verschwendet.

Bei einem Rundgang durch das neue Gebäude verkünden sie gemeinsam die gute Nachricht. Der Umzug ins Schuldorf ist bereits abgeschlossen. Der Transport aller Möbel aus dem PCB-belasteten Altbau in das neue Domizil hat nur drei statt der geplanten vier Wochen gedauert. "Die Stadt hatte den Umzug perfekt vorbereitet, alles hat ohne Probleme funktioniert", berichtet Müller. Voß kann das Lob nur zurückgeben. "Es war eine sehr gute Zusammenarbeit." Das Zeitfenster war ambitioniert, aber machbar. "Wir haben als Team sehr gut zusammengearbeitet, zudem war täglich ein Ansprechpartner der Verwaltung vor Ort", erzählt Müller.

Der Außenbereich ist bereits gepflastert, die Böschung wird bald begrünt, außerdem werden Sitzgelegenheiten für Schüler montiert. Foto: Hertgen, Nico

In der Regel waren fünf Mitarbeiter unter der Woche im Einsatz. Sie arbeiteten sich von Raum zu Raum durch, orientierten sich dabei an einer langen Liste, in der bis ins kleinste Detail vermerkt war, welche Dinge in welchen Raum transportiert werden müssen. Was die Mitarbeiter mit ihrem Chef alles geschleppt haben, kann Müller nur schätzen: 450 Tische, 900 Stühle, 720 Umzugskartons, 50 Schränke sowie Kleinmaterial (50 Kubikmeter). Außerdem bauten sie mehrere Küchen im Altbau ab und setzten sie anschließend wieder im Schuldorf zusammen. "Ohne den Baustellenaufzug außen am Gebäude hätte der ganze Umzug nicht so gut funktioniert", sagt Müller mit einem Augenzwinkern. Was ihm wichtig ist: Bei dem Umzug sei nichts beschädigt worden. "Man darf einfach nicht hektisch werden, denn dann passieren Fehler." Der Umzug hat die Stadt etwa 40 000 Euro gekostet, berichtet Voß.

In der kommenden Woche wird sich die Schulleitung einen Überblick im neuen Gebäude verschaffen. Bis zum Schulbeginn müssen die Lehrer ihre Klassenräume noch einrichten (Lehrer-Raum-Prinzip). Jeder Lehrer sollte dann seine gesamten Utensilien wiederfinden. "Wenn doch noch etwas fehlt, kümmern wir uns darum", betont Voß.

Zum Chemie-Unterricht müssen die Realschüler künftig einen etwas längeren Weg in Kauf nehmen. Denn dieser findet nicht im neuen Schuldorf, sondern im Gymnasium statt. "Es wäre zu aufwendig gewesen, einen solchen Fachraum für die letzten Jahre noch im Schuldorf einzurichten", erklärt Voß. Man habe einen Raum im Gymnasium komplett saniert. "Dieser kann nach dem Schließen der Realschule vom Gymnasium weiter genutzt werden." Vor dem Schulstart müssen lediglich die Chemikalien nach Absprache mit den Lehrern noch transportiert werden. Zudem erhalte das Gymnasium einige gut erhaltene Tische und Stühle, die in der Realschule nicht mehr benötigt werden.

Auch die Arbeiten auf dem Außengelände vor dem Schuldorf laufen nach Plan. Die Fläche wurde bereits gepflastert, die Böschung wird bald begrünt. Außerdem werden Sitzgelegenheiten für Schüler montiert und auch einige neue Bäume gepflanzt, teilt Frank Kieseler (Hochbauamt) auf BM-Anfrage mit.

(RP)
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