Wermelskirchen: Umschwung erkennbar: Familien zieht's ins Umland

Wermelskirchen: Umschwung erkennbar: Familien zieht's ins Umland

Bürgermeister Bleek sieht keinen Bevölkerungsrückgang mehr. Mitarbeit in der Region "Rhein-Wupper" sei wichtig.

Wenig Konkretes gab es für den Wermelskirchener Bürgermeister Rainer Bleek beim ersten Treffen der künftigen Region "Rhein-Wupper" nicht - denn bis zur Jurysitzung am 10. Mai hält man sich als Bewerber um Fördermillionen im Projekt StadtUmland des NRW-Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr bedeckt. Doch einen wichtigen Eindruck hat Bleek von dem Treffen in Solingen mitgenommen: "Wir verabschieden uns von der Prognose des Bevölkerungsrückgangs. Der künftige Siedlungszuwachs wird entlang der Verkehrsachsen erfolgen. Und an dieser Entwicklung müssen wir uns als kleine Stadt im anstehenden Planungsprozess dieser künftigen Region beteiligen."

Im Vordergrund des Treffen (dazu der Bericht "Neue Rhein-Wupper-Region...") stand, einmal die Verbundenheit dieser Region aufzuzeigen. Denn künftig sollen hier Kommunen aus zwei Regierungsbezirken - Köln und Düsseldorf - zusammenarbeiten.

Er nahm als Eindruck mit, dass man sich ein Stück davon verabschiede, in der Umlandregion von einem Bevölkerungsrückgang in Zukunft auszugehen. "Die Metropolen wie Köln werden weiter Zuwächse haben, sie aber nicht mehr befriedigen können. Hier können Kommunen in der zweiten und dritten Reihe, und dazu zählt dann auch Wermelskirchen, punkten."

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Die Stadt merke dies heute schon, denn Kinder von Wermelskirchenern würden nach der Studienphase zur Familiengründungsphase zurück nach Wermelskirchen kommen. Ein Grund sicher: In den Ballungsräumen ist der Wohnraum einfach zu teuer. "Neubaugebiete sind deshalb schnell ausverkauft, und wir bauen Kita-Gruppen auf. Das zeigt den Umschwung."

Für ihn als Bürgermeister ist es daher wichtig, dass die Stadt sich in diesen Planungsprozessen der neuen Rhein-Wupper-Region mit fast zwei Millionen Menschen frühzeitig einbringt.

(RP)