Wermelskirchen Umbau des Busbahnhofs beginnt erst 2014

Wermelskirchen · Die Stadt wartet immer noch auf Bewilligung der Fördermittel. Erst dann erfolgt die Ausschreibung.

 So könnte der neue Busbahnhof aus Blickrichtung Thomas-Mann-Straße aussehen.

So könnte der neue Busbahnhof aus Blickrichtung Thomas-Mann-Straße aussehen.

Foto: Ingenieurbüro Johannes Klee

Der Umbau des Wermelskirchener Busbahnhofs verzögert sich. Ursprünglich sollten die Arbeiten bereits in diesem Jahr beginnen, daraus wird aber nichts. "Der Zeitplan verzögert sich, die Umbauarbeiten können erst im kommenden Jahr beginnen", sagt Harald Drescher (Tiefbauamt), auf Anfrage.

Der Grund für die Verzögerungen: Die Stadt wartet immer noch auf die Bewilligung der Fördermittel. "Die Planung steht, alle Anträge sind gestellt. Wir warten aber immer noch auf den Förderbescheid", erzählt Drescher. Erst wenn dieser vorliege, könne die Stadt die weiteren Schritte angehen. Drescher geht davon aus, dass die Stadt die Bewilligung der Fördermittel im Sommer erhalten werde, im Herbst könne dann die Ausschreibung erfolgen.

Der Busbahnhof wie auch die angrenzenden Straßen sind den ansteigenden Verkehrsbedürfnissen nicht mehr gewachsen. Weder die Bahnhofstraße noch die Pfarrstraße oder die Thomas-Mann-Straße entsprechen den aktuellen Verkehrsansprüchen. Der Ausbaustand entspricht den 60er Jahren. Auch die Nebenanlagen sind in einem schlechten Allgemeinzustand.

Weil nicht nur der Bahnhof umgebaut, sondern auch das Straßennetz drum herum saniert werden soll, gestaltet sich die Zuweisung der Fördermittel schwierig. "Es gibt zwei Fördertöpfe – einen für den Bahnhof, einen weiteren für die Straßen", erklärt Drescher, "beide Fördergeber müssen sich abstimmen und genau prüfen, wo die Grenze der jeweiligen Fördermittel ist und wer demnach zuständig ist. Das macht die ganze Sache ziemlich kompliziert." Er habe bereits wegen der Anträge bei den Fördergebern nachgefragt, aber bislang noch keine positive Rückmeldung erhalten.

Entstehen soll ein moderner Busbahnhof, der dem Komfortgedanken aller Nutzer, insbesondere der Geh- und Sehbehinderten, Rollstuhlfahrern sowie Eltern mit Kindern Rechnung trägt. Es soll auch eine neue WC-Anlage gebaut werden, außerdem sind 16 überdachte Fahrradbügel sowie acht verschließbare Fahrradboxen geplant.

Die Kosten sind im vergangenen Jahr bereits ermittelt worden: Die Kosten für das gesamte Bauvorhaben werden rund 2,5 Millionen Euro betragen, jeweils 1,25 Millionen Euro für den Bau des Bahnhofs sowie für die Sanierung der Straßen. Der Bau des Busbahnhofs werde zu 80 Prozent gefördert, die Straßensanierung zu 60 Prozent. Die Stadt Wermelskirchen übernimmt einen Anteil von rund 717 000 Euro.

Das gesamte Bauvorhaben wird mehrere Jahre dauern. "Erst wird der Busbahnhof komplett gebaut, dann erfolgt die Sanierung der Straßen", kündigt Drescher an. Besondere Herausforderung sei, bei dem Neubau den Busverkehr über provisorische Haltestellen aufrecht zu erhalten. "Das muss mit den Busunternehmen gut geplant werden", sagt Drescher.

(RP/rl)
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