Fortschritte beim Umbau der KGS St. Michael : Stadt reißt jetzt das KGS-Dach auf

Die Dachgeschoss-Sanierung des Altbaus der Katholischen Grundschule St. Michael geht in die entscheidende Phase. Zum Jahresende soll das neue Dach dann wieder dicht sein. Die Asbest-Sanierung ist bereits abgeschlossen.

Seit Mai 2016 ist der Altbau der Katholischen Grundschule St. Michael eingerüstet. Und die Gerüste werden auch noch nicht so schnell abgebaut. Denn jetzt geht die Sanierung in die entscheidende Phase: Das Dach wird geöffnet, und ein neuer Dachstuhl wird von den Zimmerleuten gebaut. „Das Dach soll bis Ende des Jahres dicht sein“, kündigte Hartwig Schüngel, Leiter des Amtes für Gebäudemanagement, am Dienstag in einem Pressegespräch an. Bis die Offene Ganztagsschule (OGS) wie auch die Grundschule die Räume wieder bezogen haben, dürfte es, schrittweise, bis zum zweiten Quartal 2019 dauern.

Eigentlich sollte 2016 nur das Dach neu eingedeckt werden. Es war undicht, weil jahrzehntelang nichts daran getan worden ist. Mit einer Plane wurde es 2016 erst einmal abgedeckt; dann begann die fast unendliche Geschichte, die hoffentlich im nächsten Frühsommer endet. Statische Bedenken, Wasserschaden, marode Deckenauflagen, und dann noch Asbest – es musste von Grund auf neu geplant werden.

Beigeordneter Thomas Marner: „Als beim Rückbau dann der gebundene Asbest festgestellt wurde, war klar: Das muss komplett beseitigt werden. Das wäre sonst fahrlässig gewesen. Da kann nicht auf die Zeit und nicht aufs Geld geschaut werden.“ Wobei er dann deutlich machte: Der vorhandene Asbest war ungefährlich, solange man die Fläche nicht bearbeitete und sich Fasern lösen konnten. Die Asbestsanierung ist abgeschlossen, ein Gutachter hat den Raum wieder freigegeben (Marner: „Die Luft ist rein“). Nun ist die Decke zum Obergeschoss geöffnet und entfernt worden, um auch den alten Dachstuhl zu erneuern.

Derzeit sind die Zimmerleute dabei, die vorhandenen Dachbalken mit neuen Balken zu verstärken: Die alten Balken sind zwölf mal 26 Zentimeter, die zusätzlichen sind acht mal 32 Zentimeter. Dann sollte es künftig kein Problem sein, das Obergeschoss zu begehen. Diese Zwischendecke, an der momentan gearbeitet wird, wird wasserdicht sein. Das gibt keinen Swimmingpool für die Grundschüler, betonte Marner, obwohl sich die kommissarische Schulleiterin Andrea Steinz schon gefreut hatte. „Wir dichten diese Ebene so ab, weil das Dach ja bestimmt ein paar Wochen geöffnet ist. Und da wird es bestimmt regnen.“ Die wasserdichte Ebene schützt damit die unteren Stockwerke.

Ist das Dach fertig, muss das Dachgeschoss für die OGS ausgebaut werden. Vier Gruppen werden dort unterkommen. Derzeit nutzt die stetig weiter wachsende OGS – inzwischen sind mehr als 100 Kinder angemeldet – die Klassenräume im Erdgeschoss. Die Grundschulklassen sind ins Hauptgebäude umgezogen, wo man zusammengerückt sei, sagt Steinz. „Wir haben Fachräume aufgegeben und warten nun darauf, dass die OGS wieder in ihre Räume zurückkehren kann.“ Zwischenzeitlich waren auch Klassenräume in der ehemaligen Awo-Kita untergebracht.

Der Altbau der katholischen Grundschule St. Michael bleibt weiter eingerüstet. Bis Ende des Jahres soll das neue Dach fertig sein. Foto: Teifel, Udo (tei)
Für die Asbest-Sanierung wurde dieser Raum abgedichtet; eine Lüftungsanlage filterte die belastete Luft ab. Foto: Teifel, Udo (tei)

Der Umzug wird dann in zwei Schritten erfolgen. Wenn die Dachgeschoss-Räume fertig sind, zieht die OGS um. Durch die steigende Zahl der OGS-Kinder (sie startete 2005 mit 75) ist laut Stadtverwaltung die Mitarbeiterzahl gestiegen; beides erfordert einen höheren Verwaltungsaufwand. So war bisher ein ungestörtes Arbeiten der OGS-Leitung nicht möglich. So bekommt die OGS im Dachgeschoss ein Büro mit zwei Arbeitsplätzen, zusätzlich einen Besprechungsraum, einen Materialraum, einen Rückzugs- und Ruheraum sowie einen Therapieraum für Inklusionskindern und einen Kreativraum. Auch ein WC wird dort eingebaut. Danach wird dann die Grundschule wieder ihre alten Räume übernehmen.