Wermelskirchen: Uhle-Projekt: Mehrfamilienhaus wird doch abgerissen

Wermelskirchen : Uhle-Projekt: Mehrfamilienhaus wird doch abgerissen

Eigentlich sollte schon am 1. April 2011 der Abrissbagger anrücken. Dann ruderte Kaufhaus-Investor Gerhard Uhle zurück – und alle hofften, dass mit der Reduzierung des Bauprojektes an der Telegrafenstraße die vorgesehenen Lkw-Laderampen der Vergangenheit angehören.

Eigentlich sollte schon am 1. April 2011 der Abrissbagger anrücken. Dann ruderte Kaufhaus-Investor Gerhard Uhle zurück — und alle hofften, dass mit der Reduzierung des Bauprojektes an der Telegrafenstraße die vorgesehenen Lkw-Laderampen der Vergangenheit angehören.

Doch dem ist nicht so: Gerhard Uhle wird, so bestätigte gestern der Technische Baudezernent Dr. André Benedict Prusa, das seit zwei Jahren leer stehende Mehrfamilienhaus Brückenweg 30 abreißen. Denn dort soll nun doch eine Andockstation für Lastwagen entstehen — vielleicht nur nicht so gigantisch wie ursprünglich geplant. Uhle, so hieß es gestern, will sich demnächst in einer Pressekonferenz zu den Plänen äußern.

Inzwischen ist bekannt, warum Gerhard Uhle darauf pocht, die Fläche vor der Polizeiwache zu nutzen: Dort könnten, so schätzt Prusa, die Baustelleneinrichtungen platziert werden. Eben Baubuden und Materiallager. Die Folge: Neun Polizeifahrzeuge sind nun im öffentlichen Bereich der Rathaus-Tiefgarage untergebracht. Und damit reduziert sich die Parkfläche für die Bürger deutlich. Nach dem bestätigten Abriss des Mehrfamilienhauses — der Termin ist noch nicht bekannt — wird diese Fläche als Zufahrt für den bisherigen Parkplatz genutzt. Denn der wird wohl komplett unterkellert für Fachgeschäfte. Das Erdreich soll dann über diese neue "Baustraße" und den Brückenweg abgefahren werden. Ebenso soll der Materialtransport über die Zufahrt erfolgen.

Gerhard Uhle hat erst vorige Woche Mittwoch die Bauanträge für das Einkaufszentrum-Projekt Telegrafenstraße eingereicht. "Wir hätten jetzt eigentlich Zeit bis September", meinte Prusa. Doch gestern wurden die ersten Teilgenehmigungen erteilt, damit der Investor anfangen kann. "Wir sitzen hier stadtintern in einer großen Runde und möchten, dass das Projekt schnell vorankommt."

Teilbaugenehmigungen gibt es für die Entwässerung, die Fundamente für die Hochbauten und die Bodenplatte unter dem Parkplatz. Noch keine Genehmigungen gab es für den Denkmalbereich, den Lärmschutz, die Baulast und den Brandschutz. "Wir werden aber versuchen, dies in den nächsten zwei Wochen zu regeln", so Prusa.

(RP)
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