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TV-Sender überprüft Corona-Schutzmaßnahmen in Wermelskirchen

Landbäckerei Bauer in Wermelskirchen : TV-Sender überprüft Corona-Schutzmaßnahmen

„Backen und arbeiten zu Corona-Zeiten“ – für diesen Beitrag filmte RTL in der Filiale und Backstube der Landbäckerei Bauer. Etwa 15.000 Euro hatte Bauer zu Beginn der Corona-Krise in die Hand genommen, um alle Corona-Vorschriften umzusetzen, damit sowohl Mitarbeiter als auch Kunden in den acht Verkaufsstellen mit angeschlossenen Cafés geschützt sind.

Ein wenig aufgeregt war Christian Bauer, Geschäftsführer der Landbäckerei Bauer schon, als der Anruf von RTL kam. Der TV-Sender wollte in der Filiale in Wermelskirchen und auch in der Produktion filmen für einen Beitrag zum Thema „Backen und arbeiten zu Corona-Zeiten unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften.“ Nach dem Drehtag, an dem Professor Dr. Walter Popp, Vizepräsident Deutsche Krankenhaushygiene, die Corona-Schutzmaßnahmen in der Landbäckerei unter die Lupe genommen hat, kann Christian Bauer verkünden: „Wir haben sehr gute Maßnahmen umgesetzt. Und darauf sind wir auch ein wenig stolz, weil es ja keine Vorgaben von der Innung gibt, wie und welche Sicherheitskonzepte umzusetzen sind“, sagt er. Jetzt ist er selbst gespannt auf den neunminütigen TV-Beitrag, der am Samstag, 16. Januar, um 19.05 Uhr bei RTL „Life“ zu sehen ist.

Etwa 15.000 Euro hatte Bauer zu Beginn der Corona-Krise in die Hand genommen, um alle Corona-Vorschriften umzusetzen, damit sowohl Mitarbeiter als auch Kunden in den acht Verkaufsstellen mit angeschlossenen Cafés geschützt sind. „Wir haben überall Plexiglasscheiben einbauen lassen, in jeder Filiale stehen Desinfektionsspender, und natürlich bekommen auch unsere Mitarbeiter täglich neue Schutzmasken“, zählt Christian Bauer auf, der die Geschäfte mit seiner Schwester Nicole führt. Der Verkauf laufe reibungslos, die Oberlichter in der Filiale in Wermelskirchen sorgen für ausreichend Frischluftzufuhr, sagt er. „Zusätzlich achten wir natürlich darauf, dass Ein- und Ausgang für die Kunden getrennt sind.“ Das sei auch vom Experten positiv registriert worden. Sicherheitsmaßnahmen habe er außerdem in der Produktion geschaffen: „Wir haben Schleusen eingerichtet, an denen Tore heruntergelassen werden, wenn die Transportfahrzeuge kommen“, erklärt Bauer. „So begegnen sich die Fahrer und die Mitarbeiter in der Backstube nicht, wenn die Ware abgeholt wird.“ Kontaktlos soll es auch in der Umkleidekabine sein, in der sich nur ein Mitarbeiter aufhalten darf. „Das regeln wir künftig mit einem Schild an der Tür, das gedreht werden kann, damit jeder sofort weiß, wann der Raum frei ist oder eben nicht.“ 

Das Lob des Experten, dass alles „hervorragend umgesetzt wurde“, habe ihn deshalb so sehr gefreut, „weil wir uns ja auch immer selbst hinterfragen, ob wir alles richtig umsetzen. Es gibt ja keinen fertigen Katalog für Schutzmaßnahmen“, sagt Christian Bauer. „Und es ist nicht leicht, alles so umzusetzen, dass die Mitarbeiter auch Verständnis dafür haben“, sagt er. Was das anbelangt, kann er seinen 130 Beschäftigten nur Lob aussprechen: „Alle ziehen ganz toll mit.“ Nach eigenen Aussagen werde die Landbäckerei „ganz gut“ durch die Krise kommen. „Aber natürlich haben wir auch 35 Prozent Umsatzeinbußen, weil der Lieferbetrieb an die Kantinen und Schulen ausfällt und unsere Cafés nicht öffnen dürfen.“ Das sei derzeit aber nicht verkehrt. Denn: „Wir renovieren gerade ganz viel.“