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Wermelskirchen: TuS mit Gesundheitskursen in der ehemaligen Tenter Sparkasse

Wermelskirchen : TuS mit Gesundheitskursen in der ehemaligen Tenter Sparkasse

Im Kreise der Übungsleiter sei die Vorfreude schon groß, beschrieb Brigitta Walpuski die Stimmungslage im Team der Kursleiter beim TuS Wermelskirchen. Der Turn- und Sportverein wird künftig seine Gesundheitssportkurse in der ehemaligen Schalterhalle der Stadtsparkasse Tente anbieten - dazu wurde die 130 Quadratmeter große Fläche angemietet, am Wochenende wird der neue Boden verlegt. Dadurch erhöht sich für den Verein die organisatorische Flexibilität. Und die aktuelle Verteilung der Kurse auf diverse Standorte wie Fitnessstudios oder Sporträume in Kindergärten entfalle.

Obendrein verspricht sich der Verein eine Kostenersparnis, wie der Vorsitzende Norbert Galonska auf der Jahreshauptversammlung des TuS im Mehrzweckraum der Grundschule Tente erläuterte. "Soweit als möglich werden wir die Reha- und Gesundheitssportarten mit ihren Kursen nach Tente in die ehemalige Sparkassenfiliale verlagern. Das ist zukunftsträchtig, denn die Nachfrage steigt stetig an."

So müsse der TuS zeitnah beispielsweise für COPD (Kurse für Menschen mit Lungenerkrankungen) einen weiteren Kursus einrichten, um den Anfragen gerecht zu werden. Wann die neuen Räume einsatzbereit sind, konnte Galonska noch nicht genau sagen: "Wir werden die Mitglieder zur Eröffnung einladen und mit einem Glas Sekt anstoßen." Für den TuS richteten 28 Übungsleiter im vergangenen Jahr 3400 Stunden aus. Dafür erhält der Verein Zuschüsse vom Landesportverband, um die Leiter bezahlen zu können.

"Wir haben den Zenit erreicht", sagte Norbert Galonska in Bezug auf die beliebten Handballcamps für Kinder, die der Sportverein in den Herbst- und Osterschulferien ausrichtet - mehr als 45 Teilnehmer seien aufgrund der Sporthallengröße nicht zu bewältigen.

2017 konnte der 730 Mitglieder starke TuS einen Überschuss von gut 4000 Euro erwirtschaften, wie Kassiererin Birgitt Bischzur verkündete. Demnach standen 171.000 Euro an Einnahmen Ausgaben von 167.000 Euro gegenüber. Bischzur wörtlich: "Für 2018 gibt es grundsätzlich positive Aussichten, wir rechnen wieder mit einem leichten Überschuss."

Ob die städtischen Hallennutzungsgebühren wieder fällig würden, versah Norbert Galonska, der auch Mitglied im Stadtrat ist, mit einem Fragezeichen: "Wegen des schlechten Zustandes der Sporthallen gibt es Proteste dagegen, diese Gebühren nach dem Aussetzen wieder zu erheben. Diese Gebühren setzte einst der ehemalige Bürgermeister Eric Weik durch, der für die Sportvereine gar keine Antennen hatte. Ich hoffe, dass wir in Gesprächen mit der Stadt das noch einmal zurückdrehen können."

(sng)