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Trickbetrüger stiehlt Schmuck von Rentnern in Wermelskirchen

Trickbetrug in Wermelskirchen : Trickbetrüger stiehlt Schmuck von Rentnern

Ein vermeintlicher Bekannter sprach in diesen Tagen einen Rentner in Wermelskirchen an und überredete ihn zu einem Besuch in dessen Wohnung, wo er Schmuck entwendete.

Ein 86-jähriger Rentner wurde am Dienstag gegen 15:30 Uhr auf der Jahnstraße von einem Unbekannten angesprochen. Angeblich sei dieser der Sohn eines ehemaligen Arbeitskollegen. Der Fremde fragte, ob bei dem Rentner niemand zu Hause sei. Dann versprach er ein Geschenk und ging mit dem 86-Jährigen nach Hause in die Mannesmannstraße.

Dort packte er zwei Hemden aus einer Plastiktüte aus und wollte sie dem Rentner gegen 200 Euro „schenken“. Als der Rentner ablehnte, bat der unbekannte Mann darum, die Toilette benutzen zu dürfen. Der Täter war nur für einen kurzen Augenblick unbeaufsichtigt, konnte aber in dieser Zeit die Schmuckschatulle im Schlafzimmer leeren. Erst später bemerkte das Ehepaar, dass die Schatulle aufgebrochen und Goldschmuck gestohlen worden war. Der Täter war etwa 175 cm groß bei kräftiger Statur. Er hatte dunkles bis graues Haar, einen 5 Milimeter langen Bart und er trug eine weiße Basecap mit dunklem Schirm. Der Mann sprach deutsch mit italienischem Akzent. Er hatte insgesamt ein gepflegtes Erscheinungsbild.

Zeugen, die Beobachtungen zu dem Trickbetrug oder zu dem Täter in der Jahnstraße oder der Mannesmannstraße gemacht haben, melden sich bitte bei der Polizei unter Telefon 02202 205-0.

„Es kommt immer wieder vor, dass Trickbetrüger ältere Menschen in eine Gespräch verwickeln“, weiß Hauptkommissarin Claudia Kammann vom Kommissariat für Kriminalität und Opferschutz. Um sich vor Betrügern zu schützen, sollten Rentner unbedingt skeptisch und zurückhaltend bleiben, wenn ein unbekannter Mensch sie anspricht. Viele Menschen würden nur ungern zugeben, dass sie einen vermeintlichen Bekannten nicht einordnen könnten und würden sich deshalb in ein Gespräch verwickeln lassen. „Wichtig ist, aufs eigene Bauchgefühl zu hören, skeptisch zu bleiben und niemals einen Fremden mit in die Wohnung zu nehmen“, rät die Kommissarin.