Wermelskirchen/Hückeswagen Tod nach Verkehrsunfall – Strafbefehl für den Fahrer

Wermelskirchen/Hückeswagen · Unfall auf der Dellmannstraße: Rettungswagen-Fahrer muss 90 Tagessätze zahlen. Strafbefehl noch nicht rechtskräftig.

Der Fahrer des Rettungswagens, der im Oktober 2012 auf einer Einsatzfahrt mit einer 87 Jahre alten Frau auf der Dellmannstraße zusammengestoßen war – die Frau starb an den Folgen des Zusammenpralls – soll drei Monatsgehälter als Strafe bezahlen. Die zuständige Richterin am Wermelskirchener Amtsgericht hat jetzt den Antrag der Staatsanwaltschaft Köln auf Erlass eines Strafbefehls akzeptiert und unterschrieben. Er wurde dem Rettungswagen-Fahrer zugestellt, der Strafbefehl ist laut Amtsgericht noch nicht rechtskräftig.

Die 87-jährige Frau hatte an jenem regnerischen Samstagabend gegen 19.36 Uhr im Kreuzungsbereich B51/Berliner Straße die Fahrbahn an der Fußgängerampel von links nach rechts überquert. Aus Hückeswagen kam ein Rettungswagen mit einem Patienten für das Sana-Klinikum in Remscheid; der Wagen war laut Polizei damals nur mit Blaulicht unterwegs. Die Seniorin erlitt durch den Aufprall zunächst lebensgefährliche Verletzungen im Kopf- und Bauchbereich; in der Nacht erlag sie im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen.

Anfang März hatte die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen abgeschlossen und beantragte beim Amtsgericht den Strafbefehl über 90 Tagessätzen. Das entspricht etwa drei Monatsgehältern. Damit wird es keine mündliche Hauptverhandlung geben, weil der Mann geständig ist. Der Fahrer hat laut der Direktorin des Amtsgerichtes Wermelskirchen, Veronika Schlotmann-Thissen, zwei Wochen Zeit zu überlegen, ob er den Strafbefehl annehmen will oder nicht. Wird innerhalb von zwei Wochen nach Zustellungsfrist kein Einspruch eingelegt, so gilt der Strafbefehl als rechtskräftiges Urteil und ist damit vollstreckbar. Noch nicht abgeschlossen hat die Kölner Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen einen heute 45 Jahre alten Hückeswagener. Er erfasste im Januar 2012 auf der Burger Straße in Wermelskirchen eine 62 Jahre alte Frau, die laut Polizei im Dunkeln mitten auf der Straße stand. Sie wurde auf die Motorhaube geschleudert und prallte mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe. Die Frau erlitt dabei schwerste Verletzungen. Inzwischen ist die 62-Jährige verstorben. Wann das Verfahren abgeschlossen wird, ließ der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft gestern offen.

(RP)
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