Telegrafenpassage in Wermelskirchen: Kündigung für Foto Hake und Pappas Lotto-Toto

Umbau in der Telegrafenpassage : Foto Hake und Pappas Lotto müssen raus

Schock für Klaus-Martin Hake von Foto Hake: Sein Mietvertrag in der Telegrafenpassage wurde gekündigt. Jetzt droht seinem Geschäft das Aus.

Die Telegrafenpassage bekommt ein neues Gesicht. So will es die Witte Real Estate, der das Gebäude gehört. Doch dieser Neuanfang bedeutet auch, dass für alte Bekannte kein Platz mehr sein wird. Gegenüber unserer Redaktion bestätigte Wolfgang Schmitz-Heinen, Geschäftsführer der Witte Group, die Kündigungen für zwei langjährige Mieter. Demnach trifft es den Kiosk Pappas Lotto-Toto und Foto Hake.

„Ich war im ersten Moment geschockt“, sagt Klaus-Martin Hake, Inhaber des Fotofachgeschäfts. Schließlich ist er seit der Eröffnung der Telegrafenpassage dort Mieter. Erst im Ladengeschäft, in dem heute Apollo Optik untergebracht ist, und seit 2008 auf der heutigen Fläche direkt an der Carl-Leverkus-Straße. Das Weihnachtsgeschäft 2019 darf er noch mitnehmen, spätestens Ende Januar 2020 muss er sein Ladenlokal räumen. Wie es dann weitergeht, weiß Hake noch nicht.

Besonders bitter: Eigentlich wollte der heute 57-Jährige zwei Jahre später, also nach dem Weihnachtsgeschäft 2021, in Rente gehen. Jetzt muss er die Zeit bis dahin irgendwie überbrücken. Momentan überlegt er, sich noch einmal neue Geschäftsräume zu suchen. „Aber ob ein Umzug für zwei Jahre wirklich lohnt?“, fragt Hake. Vielleicht bleibt sein Geschäft also schon ab Anfang 2020 für immer geschlossen. Dann muss er sich unter Umständen nach einem neuen Job umschauen. „Das werde ich in Ruhe mit meiner Familie besprechen“, sagt er.

Neben Foto Hake ist Pappas Lotto-Toto zu finden. Auch dieses Geschäft soll dort keine Zukunft mehr haben. Foto: Tim Kronner

Böses Blut gibt es für Hake wegen der Kündigung aber nicht. Dass eine Sanierung und Neuaufstellung der Telegrafenpassage nötig ist, sieht auch er so. Er hat sich mit dem Gedanken abgefunden, dass sein Laden in nicht mal einem Jahr an dieser Stelle dicht macht und findet daran inzwischen sogar etwas Positives: „Dann kann ich vielleicht bald mal mehr Urlaub machen als 14 Tage im Jahr.“

Anders scheint das der Inhaber von Pappas Lotto-Toto zu sehen. Er wollte sich zur Kündigung zunächst nicht äußern – der Fall liege zur Prüfung bei einem Anwalt.

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