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Wermelskirchen: Taubengasse - Haus bleibt bis 2014 stehen

Wermelskirchen : Taubengasse - Haus bleibt bis 2014 stehen

Das Freilichtmuseum Lindlar hat die Bausubstanz des ehemaligen Obdachlosenhauses untersucht und für gut befunden. Mit der Stadt muss nun die Finanzierung des Abtransports geklärt werden – dieser wird frühestens 2014 erfolgen.

Das Freilichtmuseum Lindlar hat die Bausubstanz des ehemaligen Obdachlosenhauses untersucht und für gut befunden. Mit der Stadt muss nun die Finanzierung des Abtransports geklärt werden — dieser wird frühestens 2014 erfolgen.

Das Freilichtmuseum Lindlar hat weiterhin großes Interesse an dem alten Fachwerkhaus an der Taubengasse, in dem zuletzt mehrere Obdachlose untergebracht waren. Das Haus soll, so der Plan, ins Museum transportiert werden. In den vergangenen Wochen haben Fachleute des Museums die Bausubstanz des Gebäudes bis ins kleinste Detail untersucht, um zu überprüfen, ob sich ein Ab-/Aufbau überhaupt noch lohnt.

Das Ergebnis ist positiv: "Der bauliche Zustand des Hauses ist sehr gut. Das Freilichtmuseum signalisiert weiterhin großes Interesse — die Eingliederung des Gebäudes ins Museum würde sich lohnen", berichtet Florian Leßke, Leiter des Amtes für Wirtschaft, Umwelt und Stadtentwicklung, auf Anfrage. Der einzige Knackpunkt sei — wie in so vielen Projekten — die Finanzierung. Denn der Ab- und Aufbau des alten Hauses kostet Geld. Ortsansässige Firmen hätten bereits Bereitschaft signalisiert, dabei mitzuhelfen. Das Museum werde bis September die genauen Kosten für einen Transport nach Lindlar ermitteln und diese dann bei einem Treffen mit Vertretern der Stadt besprechen, kündigt Leßke an. "Wir müssen sehen, welche Ressourcen benötigt werden — Maschinen, Personal und auch Geld."

Ob die Stadt dann eventuell ebenfalls Geld beisteuern müsste, ist zurzeit noch nicht klar. "Das müsste dann in der Politik diskutiert werden", sagt Leßke. Was bereits jetzt klar ist: Aus fachlicher Sicht hat das Museum "grünes Licht" erteilt. Ein möglicher Abbau des Hauses noch in diesem Jahr gilt als äußerst unwahrscheinlich. "Das Haus muss ja in Lindlar auch wieder aufgebaut werden. Das muss alles in einem Zug geschehen, die großen Bauteile können ja nicht zwischengelagert werden", sagt Leßke. Und so ein Transport sei auch immer vom Wetter abhängig. Das Vorhaben wäre demnach wohl frühestens 2014 umsetzbar.

Es gebe aber auch keinen Zeitdruck, die Grundsubstanz des Hauses sei nicht gefährdet. Die Obdachlosen seien in Kenkhausen untergebracht worden, weil das Haus an der Taubengasse vor allem technisch bei weitem nicht mehr auf dem aktuellsten Stand war. "Eine technische Sanierung wäre zu aufwendig und teuer gewesen", sagt der Amtsleiter und fügt an: "Wir möchten nun eine Lösung herbeiführen, gleichzeitig aber alles auch ordentlich abarbeiten."

(RP)