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Sturmtief "Ignatz": Unwetter-Bilanz für Wermelskirchen

Unwetter-Bilanz für Wermelskirchen : „Ignatz“ hinterlässt Sachschäden

Vor allem umgestürzte Bäume beschäftigte die Feuerwehr bei 22 Sturm-Einsätzen. In Hünger fiel ein Baum auf ein Wohnhaus, der aufgrund zu starker Böen nicht entfernt werden konnte.

Aufgrund der zu erwartenden Einsatzlage im gesamten Kreisgebiet als Folge des Sturmtiefs „Ignatz“ waren alle Feuerwehr-Wachen im Rheinisch-Bergischen Kreis mit einer eigenen Leitstelle vor Ort besetzt. In Wermelskirchen koordinierten drei Personen die 22 bis zum frühen Nachmittag gemeldeten Einsätze. Sämtliche Notrufe waren in der Leitstelle des Kreises in Bergisch-Gladbach eingegangen und von dort aus per E-Mail an die jeweils zuständigen Wehr-Leitungen der Städte weitergeleitet worden.

„In fast allen Fällen waren es große Äste oder umgefallene Bäume, die beseitigt werden mussten“, bilanziert Ingo Müller, stellvertretender Leiter der Wermelskirchener Feuerwehr. „Es gab keine Verletzten, es blieb bei Sachschäden.“ In einem Fall stürzte ein Baum auf ein geparktes Auto.

44 Einsatzkräfte aller Löschzüge waren seit 6 Uhr im gesamten Stadtgebiet unterwegs. In Hünger musste die Feuerwehr allerdings unverrichteter Dinge wieder abrücken. An der Schule war ein Baum auf ein Wohnhaus gefallen. Die starken Windböen machten es jedoch unmöglich, den Schaden zu beseitigen. „Zu gefährlich“,  sagt Ingo Müller. Eine Statik-Prüfung ergab: „Der Baum lehnt an, droht nicht zu rutschen und hat an dem Gebäude keinen Schaden verursacht“,. Aus diesem Grund wurde eine Fachfirma beauftragt, die am Freitag den Baum beseitigen soll.

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Aufgrund des Sturms kam es an vielen Stellen im Stadtgebiet zu Verkehrsbehinderungen und zeitweise zu Sperrungen. So hatten Bäume und Äste die Beltener Straße sowie die Straße In der Aue blockiert. Während hier die Sperrungen nach jeweils rund einer Stunde wieder aufgehoben werden konnten, bleibt die Kreisstraße 18 in Dabringhausen wegen umgestürzter Bäume im Bereich Dortenhof in Richtung Engerfeldauf derzeit auf noch nicht absehbare Zeit gesperrt. Das berichtet die Pressestelle des Rheinisch-Bergischen Kreises.

Die Kreisstraßenmeisterei weist Besitzer von Privatgrundstücken darauf hin, Bäume und Sträucher nach dem Sturm auf mögliche Schäden hin zu überprüfen. Sie seien dafür verantwortlich, dass keine schweren Hölzer auf öffentliche Verkehrsflächen fallen können.

Einer der letzten Einsätze führte die Wermelskirchener Feuerwehr am Donnerstagnachmittag nach Herrlinghausen, wo die Fahrbahn überflutet war. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Lage im Stadtgebiet wieder entspannt.