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Straßensanierung an der L101 in Wermelskirchen​

Straßensanierung an der L101 in Wermelskirchen : Grundstücke sollen für Anlieger jederzeit erreichbar sein

Bauunternehmen setzt an der L101 auf direkte Kommunikation mit den Anwohnern: Auf der Baustelle gibt es immer einen direkten Ansprechpartner.

Wenn er morgens nach rechts aus der Einfahrt fahre, aus welcher Richtung könne er dann am Abend von der Arbeit zurückkehren? Ein Einwohner aus Stumpf wollte es genau wissen: Was bedeutet die Zusage des Landesbetriebs Straßen.NRW, dass er während der Baustellenzeit an der L101 jederzeit sein Grundstück mit dem Auto erreichen könne? Baustellenkoordinator Stefan Böhm erklärte: Der erste Bauabschnitt werde in drei Teile unterteilt, so gebe es für jeden Anwohner jederzeit die Möglichkeit von einer der beiden Richtungen – also von Sonne oder von Dabringhausen aus – sein Grundstück anzufahren.

„Und wer sagt mir, welche Richtung gerade frei ist?“, fragte der Anwohner. Da half Andreas Wassong von der Baufirma, die die Ausschreibung gewonnen hat: „Auf der Baustelle gibt es immer einen direkten Ansprechpartner, der die Anwohner auf dem Laufenden hält“, erklärte er. Man setze auf die direkte Kommunikation mit den Menschen vor Ort. Straßen.NRW sprach auch von Infoschreiben, die die Anwohner über ihre Briefkästen erreichen sollen und die Aufschluss über die aktuellen Pläne gebe. Es könne etwa Wochenaufstellungen geben, die die Anwohner über die Fortschritte informieren.

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Auch Petra Volmer, die einen Pflegedienst in Dabringhausen betreibt, forderte von Straßen.NRW Planungssicherheit. Sie habe Patienten in Kreckersweg und Stumpf, die bis zu dreimal am Tag besucht würden. „Wir haben Tourenpläne und können nicht spontan reagieren“, erklärte sie aufgebracht. Das sei alles eine große Katastrophe. Stefan Böhm machte Mut: Sie solle sich in den nächsten Tagen direkt an ihn wenden, man werde eine Lösung finden, damit frühzeitig entsprechende Tourenpläne geschrieben werden könnten.

Für Ärger sorgt auch weiterhin die lange Umleitung über die Kreisstraße 18, Tente und Wermelskirchen. Eine Ampelregelung soll an den großen Kreuzungen garantieren, dass jeder zum Zug kommt. „Warum gab es keine bessere Abstimmung mit dem Kreis, so dass die Umleitung über Neuemühle führen kann“, fragte ein Motorradfahrer während der Bürgerversammlung am Donnerstag. Nach dem Hochwasser ist die Brücke in Neuemühle weiterhin für Fahrzeuge gesperrt.

„Wir haben bei der Planung der Umleitung Kontakt zum Kreis aufgenommen“, berichtete Stefan Böhm. Das Ergebnis: Die Schäden an der Brücke seien groß. Straße und Brücke würden frühestens Ende 2023 wieder freigegeben. „So lange kann die Sanierung aber nicht warten“, betonte Projektleiter Christoph Perau, „die Verkehrssicherheit ist gefährdet.“ Außerdem eigne sich die Kreisstraße über Neuemühle nicht als Umleitungsstrecke. Den 8500 Autos am Tag bleibt also nichts anderes übrig, als die 12,5 Kilometer lange Umleitung zu fahren.