Wermelskirchen/Solingen: Stiftung würdigt mit Spende die Arbeit der Kinderstadt

Wermelskirchen/Solingen : Stiftung würdigt mit Spende die Arbeit der Kinderstadt

3000 Euro für die Jugendförderung in der Kattwinkelschen Fabrik aus Solingen.

Von der "Kinderstadt" bis zur "Hilfe-App für junge Menschen": Am Samstag wurden sechs Teams und zwei Einzelpersonen in Solingen ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise um Heranwachsende kümmern. Zu "Persönlichkeiten mit Bildung und Werten" reifen sie am besten heran, wenn der Grundstein früh gelegt und ihnen bei der Entwicklung geholfen wird, sagte Monika Tönnies im Veranstaltungsraum der Stadt-Sparkasse Solingen. Die Rechtsanwältin sitzt dem Kuratorium der Knupp-Stiftung und dem Vorstand der Giossi-Stiftung vor. Beide vergaben zum ersten Mal gemeinsam Preise an Initiativen und Einzelpersonen, die sich um das Wohl junger Menschen verdient machen. Insgesamt ging es um 15.000 Euro.

Rund 150 Gäste hörten die Lobreden und sahen in kleinen Filmbeiträgen und Präsentationen, was die Projekte ausmacht. Die größten Beträge der Knupp-Stiftung gingen mit 4000 Euro an die Akademie der Werte und mit 3000 Euro an die Kattwinkelsche Fabrik. Die Kinderstadt in der Katt fand in diesem Jahr bereits zum elften Mal statt - mit rund 230 Teilnehmern, so vielen wie nie, und 64 Aktiven. Das zweiwöchige Programm in den Sommerferien sei wieder "überirdisch gut" gewesen, hat man bei der Knupp-Stiftung gehört und ermuntert deshalb: "weiter so". Die guten Beispiele, so Tönnies, sollen schließlich noch viel mehr Erwachsene bewegen, sich zu engagieren.

Die Katt war mit einer kleinen Delegation angereist - dem Kinderstadt-Team mit Eva-Maria Ponsar, Jan Marquardt, Kolja Pfeiffer, Katja Töbelmann sowie mit Achim Wetzel der Vertreter eines Sponsors; außerdem die Kinder Zoe (Bürgermeisterin der Kinderstadt), Luca, Gabriel und Lola. Auch Bürgermeister Bleek würdigte durch seine Anwesenheit das Wirken. "Das ist ganz großartig, dass die Stiftung einer Nachbarstadt uns mit so einer Spende würdigt", sagte Katt-Leiterin Ponsar. Das Geld wird in die Kinderstadt 2018 fließen. Die zwei Wochen kosten rund 65.000 Euro. "Die Veranstaltung war sehr feierlich", berichtete Ponsar. Sie hatte auch Gelegenheit, ein Gespräch mit einem Mitglied der Stifterfamilie zu führen. "Ich fand das toll. Da kann man den Stiftern auch mal zeigen, dass das Geld ankommt und gut angelegt ist." Als etwas Besonderes empfand sie diese Ehre von außerhalb: "Da haben Menschen kapiert, was die Kinderstadt bedeutet."

Musikalisch begleitet wurde die Feier durch die 14-jährige Geigerin Tchamanda S'ngrai und die Konzertpianistin Dorothy Gemmeke. Auch Tchamanda wird durch die Knupp-Stiftung gefördert.

(RP)