Wermelskirchen: Steuper: 54 000 Euro einsparen

Wermelskirchen: Steuper: 54 000 Euro einsparen

Der Förderverein des Freibades Dabringhausen verpflichtet sich per Vertrag mit der Stadt, 20 Prozent der Betriebskosten einzusparen. Dafür erhält er ein Budget, bekommt Entscheidungs- und Kontrollbefugnisse.

Im Tal der Linnefe werden jetzt die Ärmel hochgekrempelt. Der Förderverein des Freibades Dabringhausen hat sich gestern vertraglich verpflichtet, 20 Prozent der Betriebskosten einzusparen. Das sind auf der Basis der Zahlen von 2008 rund 54 000 Euro. Bürgermeister Eric Weik und Vorsitzender Franz Steuper waren bei der Unterzeichnung im Freibad zufrieden. Das sei ein Vertrag auf partnerschaftlicher Ebene, und nicht, wie vor vier Jahren, einseitig. Deshalb wurde der Vertrag damals vom Verein nicht unterzeichnet.

Weik sieht gar in diesem Schritt ein Pilotprojekt für Vereine und Gruppen. Denn ab 2011 werde überall 20 Prozent eingespart werden müssen. "Herr Steuper hat sich nicht nur meinem Aufruf zum Pakt der Vernunft angeschlossen. Er ist sogar so mutig, schon 2010 das Geld einzusparen." Natürlich nicht ohne Bedingungen, wie Weik schmunzelnd erzählt: "Der Freibadförderverein bekommt mehr Entscheidungskompetenz und kann so freier agieren." Damit würden Einsparpotenziale möglich, die die Stadt nicht nutzen könne. Der Verein bekommt auch die Kontrolle über Kosten und Energieverbräuche sowie einen genauen Einblick in die Zahlen. Außerdem ein eigenes Budget von 30 000 Euro.

305 000 Euro kostete die Saison 2008. Abzüglich der Einnahmen (36 000 Euro) "schoß" die Stadt 270 000 Euro zu. 2010 sollen es höchstens 216 000 Euro sein. Steuper: "Wir wollen sehen, was möglich ist." Das erfolge in enger Zusammenarbeit mit Badleiter Achim Hagenbücher. So wird der Förderverein zum Beispiel die Reinigung übernehmen – "damit sparen wir rund 10 000 Euro Personalkosten". Auch die Kasse wird wieder übernommen. "Wir reden auch mit Handwerkern. Wenn wir schnell bar zahlen, gibt's sicher Rabatte."

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100 Tage das Bad öffnen

Das Ziel des Fördervereins sei, 100 Tage das Bad zu öffnen. Acht Wochen Vorbereitungszeit werde benötigt, damit das Freibad voll funktionsfähig sei. "Wir öffnen sicher nicht vor den Eisheiligen", so Steuper. Er visiert Mitte bis Ende Mai als Öffnungstermin an. An den Öffnungszeiten wird sich 2010 nichts ändern: Außerhalb der Ferien öffnet das Bad wochentags um 13 Uhr, samstags und sonntags um 10 Uhr. Badeschluss ist jeweils 19.30 Uhr. Steuper: "Wenn's im Sommer warm ist, planen wir, länger das Bad zu öffnen." Das werde aber kurzfristig entschieden. Auch der Eintrittspreis von 3,50 Euro bleibt unverändert.

(RP)